Innovation Hub der Grazer Universitäten hilft Start-ups bei Skalierung
Die Universität, TU und Med Uni Graz wollen Spin-offs für internationale Investoren attraktiver machen.
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Innovative Ideen gibt es in der Steiermark zur Genüge, doch nach der Gründungsphase entsteht häufig eine Lücke, die Start-ups am Wachsen hindert. Zu diesem Befund kam die „Steirische Wirtschaft“ erst kürzlich im Zuge eines Artikels nach Gesprächen mit Jungunternehmern. Und auch anderswo ist man sich der Problematik bewusst: „Es gibt in Graz eine sehr gute Inkubationsstruktur – aber wenn es um die Skalierung geht, haben wir Aufholbedaf“, betont etwa Horst Bischof, Rektor der TU Graz. Gemeinsam mit Uni-Graz-Rektor Peter Riedler und Med-Uni-Graz-Vizerektor Alexander Rosenkranz präsentierte er nun eine Lösung: Der neu gegründete „Innovation Hub Graz“ soll Spin-offs gezielt bei der Investorensuche unterstützen. Dafür stellt man sechs Millionen Euro für die nächsten sieben Jahre zur Verfügung. Rund 200 Ausgründungen wurden von den drei Unis immerhin allein im letzten Jahrzehnt verzeichnet. Vorteil: Investoren verhandeln nicht mehr mit den einzelnen Universitäten, es gibt eine zentrale Schnittstelle. Der Posten der Geschäftsführung, die auch für das Investoren-Scouting zuständig sein soll, wird international ausgeschrieben.
Der iHub Graz bekommt eine schlanke Struktur mit operativ schlagkräftiger Geschäftsführung. An den Unis selbst gibt es Scouts, die High-Potential Projekte und Spin-offs frühzeitig identifizieren und die Überführung in die Transfergesellschaft nach definierten Kriterien wie IP-Reife, Personalstruktur oder Marktpotenzial vorbereiten. Der Innovation Hub unterstützt die qualifizierten Spin-offs auf ihrem Weg, übernimmt Mentoring und professionelles IP-Management im Auftrag der Universitäten. Kurz vor bzw. nach der Gründung organisiert die Transfergesellschaft Kapital aus Förder- und Partnerquellen, sodass Spin-offs 12 bis 18 Monate weiterarbeiten können, bis Venture Capitalists einsteigen. Danach zieht sich die Transfergesellschaft operativ zurück, bleibt aber als passiver Anteilseigner dabei. Der Vorteil: dank dieser gebündelten Unterstützung und standardisierter Prozesse verbessert sich die Verhandlungsposition der Spin-offs gegenüber den Risikokapitalgebern und führt zu besseren Konditionen und Bewertungen.