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Ein Man fotografiert ein schwarzes Auto mit seinem Handy
© Adobe Stock/ F8 \ Suport Ukraine

KI-Kumpel hilft beim Autokauf

Mit „CarBuddy24“ will Philip Manhart den privaten Gebrauchtwagen-Markt erobern. Eine speziell trainierte KI berät Käufer über WhatsApp.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 22.09.2026

825.477 gebrauchte Pkw wurden 2025 österreichweit zugelassen. Ein Blick auf Verkaufsportale zeigt: Nicht wenige davon wurden privat vermittelt. Oft aber mit einer zentralen Problematik, wie Philip Manhart weiß: „In den meisten Fällen herrscht ein großes Informationsgefälle zwischen Verkäufer und Käufer.“ Genau hier will der Steirer mit seinem Unternehmen „CarBuddy24“ – und einem innovativen KI-Tool – ansetzen. 

Kernidee: Ein „Buddy“, auf Deutsch „Kumpel“, der über immenses Fachwissen rund ums Auto verfügt und einem beim Kauf beratend zur Seite steht. Startschuss sei eine eigene negative Erfahrung zu Beginn des Jahres gewesen, so Manhart: „Obwohl ich selbst früher im Fahrzeughandel tätig war, ist mir ein massiver Fehlkauf passiert“, erinnert er sich. „Mir wurde klar: Ein Verkäufer kennt sein Auto normalerweise sehr gut, als Käufer habe ich also einen massiven Nachteil.“ Sein erster Weg sei zu ChatGPT gewesen. „Die KI greift aber auf keine geprüfte Datenbank zurück – und die gelieferten Informationen waren in etwa der Hälfte der Fälle fehlerhaft.“ Also baute er über Monate selbst eine Datenbank auf – und programmierte eine entsprechende KI-Lösung. 

„Wenn ich mir beim Autokauf Unterstützung einer KI hole, muss die Antwort Hand und Fuß haben. Carbuddy soll genau das bieten.“

Entstanden ist der „CarBuddy“, der nun Menschen beim Kauf von Autos unterstützt. Dabei greift er auf Wissen über alle im DACH-Raum verbreiteten Fahrzeuge zurück, bedient sich Werkstattberichten, Herstellerkatalogen, Praxiswissen und weiterer seriöser Quellen. Zudem sorgt Manhart selbst für laufende Aktualisierung – wenn es etwa zu Fahrzeugrückrufen oder neuen Erkenntnissen kommt. 

Die Kommunikation erfolgt nicht über eine zusätzliche App, sondern niederschwellig über WhatsApp. „Ich will, dass Menschen aller Altersgruppen das Tool nutzen können“, betont Manhart: „Es beginnt bei der Recherche zuhause. Man schickt einfach das Inserat und alle Informationen an CarBuddy – und er gibt sofort eine Einschätzung, listet typische Schwachstellen des jeweiligen Modells auf und liefert sogar Verhandlungsargumente.“ Bei der Besichtigung können weitere Details und Fotos nachgereicht werden. „Dann ist es wie die Kommunikation mit einem Freund. Er fragt mich nach weiteren Infos, sagt mir Themen, die ich ansprechen soll, weist mich auf Dinge hin, die man vor Ort überprüfen könnte“, so Manhart, der eines festhält: „CarBuddy ist kein Gutachter, er dient nur der Unterstützung und Vorinformation. Vor dem Kauf ist eine Überprüfung durch Experten jedenfalls zu empfehlen.“ Mittelfristig plant Manhart Kooperationen mit Automobilclubs und Werkstätten – um für sie vorzufiltern und neue Kunden zu gewinnen. 

Das Interesse am erst im Juli gegründeten Unternehmen sei bereits groß: „Ich habe schon jetzt Hunderte Testnutzer“, freut sich Manhart. Der erste Check ist kostenlos, für 19,90 Euro gibt es die Möglichkeit, in 14 Tagen so viele Fahrzeuge zu testen, wie gewünscht. 

Quergefragt

Was ist die Vision hinter Carbuddy24?

Manhart: Menschen beim Autokauf zu unterstützen.

Die nächsten Ziele?

Das Tool für Motorräder weiterzuentwickeln, Partnerschaften und fortlaufende Nutzer. Carbuddy soll dann laufend Daten über die Autos sammeln, an Service-Termine erinnern und mehr.

Zentrale Herausforderungen?

Schnell zu wachsen, denn große Player könnten mich kopieren.