Mit KI-Mitarbeiterin zu mehr Effizienz
„Lisa“, die erste KI-Assistentin speziell für die Kfz-Wirtschaft, soll bestehende Mitarbeiter entlasten und Kundenkontakt verbessern.
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Bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit verlieren steirische Unternehmen im Bereich der Kfz-Wirtschaft rein durch administrative Tätigkeiten. Dank Künstlicher Intelligenz soll sich das ändern – so lautet das Ziel von Vladislav Smolyanoy und Michael Holub von der „Vienna AI Company“, die mit „Lisa“ die erste interne KI-Assistentin konkret für die Kfz-Wirtschaft entwickelten.
„Lisa ist als All-in-one-Ökosystem zu verstehen“, erklärt Holub. Das sei auch der große Unterschied zu gängigen Tools wie ChatGPT oder Copilot. „Diese funktionieren gut, sind aber nicht für die speziellen Bedürfnisse der Kfz-Wirtschaft optimiert.“ Lisa unterstützt Mitarbeiter und Kunden gleichermaßen – als E-Mail-Assistentin bzw. Support, als Anrufsystem oder Text-Tool. Smolyanoy: „Sie lernt auch laufend dazu. Zum Beispiel kann sie im Kontakt mit Kunden auf vergangene Gespräche Bezug nehmen – und entsprechend konkret weiterhelfen.“ Auch mit Blick auf Terminkoordinierung soll das Tool unterstützen: „Lisa kann automatisiert die Verfügbarkeit in der Werkstatt prüfen und auf dieser Basis Termine vorschlagen.“ Das verhindere Frustration der Kunden und könne gleichzeitig die Auslastung verbessern. Wichtig: Der Faktor Mensch bleibt erhalten. Übernimmt Lisa Tätigkeiten – vom Zusammenfassen von Meetings bis hin zum Versenden von Mails –, können Mitarbeiter das Ergebnis kontrollieren und bei Bedarf auch korrigieren. „Lisa lernt dann weiter“, erklärt Smolyanoy. Wer möchte, kann die Bestätigungspflicht daher mit der Zeit aufheben.
Was all das für die Praxis bedeutet, davon berichtete Manuel Weitmann vom Autohaus Weitmann, einer der Pilotpartner. „Wir sehen Lisa als Chance für unsere bestehenden Fachkräfte, um Zeit für wesentliche Dinge zu gewinnen und Stress zu reduzieren. Die Kundenorientierung hat sich tatsächlich verbessert!“ Mit der offiziellen Ausrollung wolle man das Tool ab September dieses Jahres in noch mehr Prozesse einbinden. Weitmann: „Wichtig ist, die Mitarbeiter von Beginn an mit auf die Reise zu nehmen.“ So kann Sorgen vorgebeugt werden.