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Geführt wird Kaino von Pius Fischer (r.) und Florian Köllich. Das Team bringt KI dorthin, wo sie in ihren Abläufen messbaren Nutzen stiftet: automatisiert, nachvollziehbar und im Rahmen des EU-KI-Gesetzes.
© Kaino

KI nutzen, ohne Daten preiszugeben

Kaino schützt sensible Daten mit einer Datenschutz-Firewall und ermöglicht den DSGVO-konformen Einsatz von KI im Unternehmen.

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 28.07.2026

Künstliche Intelligenz hat den Arbeitsalltag in Unternehmen längst verändert. Texte schreiben, E-Mails formulieren oder Informationen zusammenfassen – für viele Mitarbeiter:innen gehören ChatGPT, Gemini oder andere KI-Anwendungen inzwischen ganz selbstverständlich dazu. Oft werden diese Werkzeuge jedoch genutzt, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Daten dabei an die KI übermittelt werden. Genau hier setzt das Tiroler Softwareunternehmen Kaino an. „Fast alle Mitarbeiter:innen verwenden heute in ihrem Arbeitsalltag KI – entweder über einen privaten oder beruflichen Account. Das war bei uns nicht anders“, erzählt Geschäftsführer Pius Fischer. „Wir hätten das verbieten können. Stattdessen haben wir beschlossen, uns intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Uns war klar: KI wird bleiben. Also braucht es einen sicheren und bewussten Umgang damit.“

Digitalisierung mit Augenmaß

Kaino entwickelt Softwarelösungen, mit denen Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten und gleichzeitig Compliance-Anforderungen erfüllen können. „Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden ihre täglichen Prozesse und überlegen, wo Software tatsächlich einen Mehrwert schafft. KI sollte dort unterstützen, wo Menschen viel Zeit für Routineaufgaben aufwenden. So bleibt mehr Raum für Kreativität und für jene Aufgaben, bei denen der Mensch weiterhin unverzichtbar ist.“

Geführt wird Kaino von Pius Fischer (r.) und Florian Köllich. Das Team bringt KI dorthin, wo sie in ihren Abläufen messbaren Nutzen stiftet: automatisiert, nachvollziehbar und im Rahmen des EU-KI-Gesetzes.
© Kaino Geführt wird Kaino von Pius Fischer (l.) und Florian Köllich. Das Team bringt KI dorthin, wo sie in ihren Abläufen messbaren Nutzen stiftet: automatisiert, nachvollziehbar und im Rahmen des EU-KI-Gesetzes.

Das eigentliche Risiko sind die Daten

Während viele Unternehmen vorwiegend über die Chancen von KI sprechen, rückt ein Thema zunehmend in den Fokus: Datenschutz. Denn bereits eine scheinbar harmlose Eingabe kann personenbezogene Daten enthalten – etwa Namen, E-Mail-Adressen oder Informationen aus einer geschäftlichen Korrespondenz. 
„Fast jede Nachricht im beruflichen Kontext enthält personenbezogene Daten. Egal ob aus einer E-Mail, einem WhatsApp-Verlauf oder einem CRM-System. Werden diese Informationen ungefiltert in eine KI eingegeben, handelt es sich hierbei schnell um einen Datenschutzverstoß.“ 

Gerade weil KI-Anwendungen so einfach zugänglich sind, fehle vielen Unternehmen der Überblick darüber, welche Tools ihre Mitarbeiter:innen tatsächlich verwenden. „Das passiert oft gar nicht bewusst. Die Mitarbeiter:innen möchten ihre Arbeit schneller bzw. effizienter erledigen. Vielen Unternehmen ist in diesem Zusammenhang jedoch aber nicht klar, welche Daten dabei das Haus verlassen.“

Eine Firewall für sensible Informationen

Um genau dieses Problem zu lösen, entwickelte Kaino die Aegis Datenschutz-Firewall. Sie arbeitet zwischen Anwender und KI-System und überprüft jede Eingabe, bevor diese an Dienste wie ChatGPT, Gemini oder andere Cloud-Anwendungen weitergeleitet wird.

Dabei erkennt die Software personenbezogene Daten automatisch und ersetzt sie durch neutrale Platzhalter. „Die KI erhält weiterhin alle Informationen, die sie benötigt, um eine sinnvolle Antwort zu liefern – allerdings ohne personenbezogene Daten. Nach der Verarbeitung werden die Platzhalter wieder korrekt zugeordnet“, erklärt Fischer.

Für die Nutzer ändert sich dabei kaum etwas: „Die Installation dauert etwa zwei Minuten. Danach läuft die Firewall im Hintergrund. Man muss sich nicht jedes Mal erneut überlegen, welche Daten man eingeben darf und welche nicht – die Software übernimmt diese Aufgabe automatisch.“
Neben einer kostenlosen Version zum Ausprobieren stehen auch Enterprise-Lösungen für Unternehmen zur Verfügung. Rund 120 Unternehmen im DACH-Raum setzen diese Lösung derzeit bereits ein.

Datenschutz beginnt beim Bewusstsein

Für Fischer ist die technische Lösung allerdings nur ein Teil der Antwort. „Personenbezogene Daten gehören nicht uns. Deshalb dürfen wir auch nicht sorglos damit umgehen. Wenn wir sie ungeschützt an KI-Systeme weitergeben, verlieren wir die Kontrolle darüber.“

Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Tirol engagiert sich Kaino außerdem bei der Initiative Coding4Kids, um bereits Kinder für den verantwortungsvollen Umgang mit KI und persönlichen Daten zu sensibilisieren.
„Viele wissen schlicht nicht, was alles genau personenbezogene Daten sind. Dieses Bewusstsein muss erst entstehen. Und genauso wichtig ist es, die Ergebnisse einer KI kritisch zu hinterfragen. KI ist ein hervorragendes Werkzeug – aber sie ersetzt nicht das eigene Denken.“

KI braucht Vertrauen

Für Fischer steht fest, dass Künstliche Intelligenz aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist. „Datenschutz darf kein Hindernis für Innovation sein. Im Gegenteil: Wenn Unternehmen KI in einem geschützten Rahmen sicher einsetzen können, entsteht Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen ist die Grundlage dafür, dass die Technologie ihr volles Potenzial entfalten kann.“

Die DSGVO-konforme Nutzung von KI wird deshalb künftig branchenübergreifend an Bedeutung gewinnen. Überall dort, wo mit Kunden-, Mitarbeiter- oder Geschäftsdaten gearbeitet wird, ist Datenschutz eine Voraussetzung dafür, die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz sicher und verantwortungsvoll zu nutzen.

Weiter Informatione unter: www.kaino.at

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