Förderungen für Heizungsmodernisierung gesichert, aber Budgetvolumina sinken
Bundesfinanzminister Markus Marterbauer hat am 10. Juni im Nationalrat das Doppelbudget für die Jahre 2027/28 vorgestellt.
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Die Budgetrede stand unter dem Motto „Sanierung im Zeichen der Energiekrise“, die durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die Schließung der Straße von Hormus seit März 2026 ausgelöst wurde. Damit Österreich das EU-Defizitverfahren verlassen kann, soll das Defizit bis 2028 auf 3 Prozent des BIP gesenkt werden. Der Ausstieg Österreichs aus fossilen Energien wurde noch einmal bekräftigt, wenngleich sich wenige Maßnahmen finden, die dieses Ziel unterstützen.
Die für die österreichischen Betriebe der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik relevanten Punkte:
1. Sanierungsförderungen fortgeführt, aber spürbar gekürzt
Das Budget für Umwelt, Klima und Kreislaufwirtschaft sinkt laut Strategiebericht von rund 1,37 Mrd. Euro im Jahr 2026 auf 965 Mio. Euro im Jahr 2027 – das ist ein Rückgang von knapp 30 Prozent. Der Bereich „Grüne Transformation" (Sanierungsoffensive, Sauber Heizen, Umweltförderung Inland, Fernwärme) allein verliert 367 Mio. € gegenüber 2026.
2. Heizkesseltausch: weniger Fördersatz, weniger Volumen
Für den Kesseltausch ist im Doppelbudget 2027/28 ein Investitionszuschuss von bis zu 179 Mio. Euro vorgesehen. Der Fördersatz wird von derzeit 30 auf 20 Prozent reduziert.
3. Sauber Heizen für Alle bleibt
Das Programm für einkommensschwache Haushalte (100 Prozent Förderung beim Umstieg) wird fortgeführt.
„Wir begrüßen, dass das angekündigte Zwei-Jahres-Programm augenscheinlich mehr Planbarkeit bringt - sowohl für die SHL-Unternehmen als auch für die Konsumentinnen und Konsumenten“, kommentiert Bundesinnungsmeister Anton Berger die Budget-Eckpunkte. „Es steht damit zwar ein deutlich geringeres Volumen zur Verfügung, aber grundsätzlich ist erfreulich, dass weiterhin gefördert wird. Für die Planbarkeit wäre noch wichtig zu wissen, wann genau das Nachfolgeprogramm zur auslaufenden Sanierungsoffensive 2026 startet.“ Das wurde bisher weder in der Budgetrede noch im Strategiebericht thematisiert. Damit verbunden ist unbedingt wichtig, dass es hier zu keinem STOP kommt und eine Registrierungsmöglichkeit sofort nach dem Auslaufen der bestehenden Förderung (Budget-Topf-Ende) gibt um hier Endkunden/innen nicht von einer Kaufentscheidung abzuhalten. Auch wenn es um erforderliche Ersatz-/Tausch-Maßnahmen durch Gebrechen und defekte Geräte geht dürfen diese Kunden nicht schlechter gestellt werden.