Zum Inhalt springen
Zwei Personen mit dunklen Haaren und Bart blicken freudig auf ein Tablet, eine weitere Person sitzt in der Unschärfe daneben und hält eine Tasse in der Hand
© NDABCREATIVITY | stock.adobe.com

Nachhaltigkeit im Unternehmen verankern

Wirtschaftliche Ziele mit ökologischen und sozialen Faktoren in Einklang bringen 

Lesedauer: 5 Minuten

Stand: 05.03.2026

Nachhaltigkeit geht über den Schutz der Umwelt hinaus

Nachhaltig wirtschaftende Unternehmen bringen ökologische und soziale Faktoren sowie wirtschaftliche Ziele in Einklang. Immer häufiger hört man in diesem Zusammenhang den Begriff „ESG“, der sich auf die Faktoren Environmental, Social und Governance bezieht.

Die daraus resultierende Themenvielfalt meistern Sie am besten Schritt für Schritt. Denn beim Thema Nachhaltigkeit gilt es, Verpflichtungen zu erfüllen und Chancen frühzeitig wahrzunehmen.

Leitfaden: Nachhaltiger wirtschaften in fünf Schritten  

Schritt 1: Bewusstsein innerhalb Ihres Unternehmens schaffen

Um Nachhaltigkeit innerhalb Ihres Unternehmens zu leben, sollte sich die Geschäftsführung zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen und dies auch konsequent vorleben. Zudem sollten Sie möglichst frühzeitig festlegen, wer das Thema Nachhaltigkeit innerhalb Ihres Unternehmens strategisch und operativ vorantreibt. 

Um Nachhaltigkeit langfristig in der Unternehmenskultur zu verankern, bedarf es der Bereitschaft und aktiven Beteiligung aller Mitarbeitenden. Binden Sie diese deshalb möglichst frühzeitig und konsequent ein.

Hinweis
Unser Tipp für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Bauen Sie internes Nachhaltigkeits-Know-how in Ihrem Unternehmen auf. Hierfür gibt es unter anderem folgende Möglichkeiten:

• Aus- und Weiterbildung
• (geförderte) Beratung
• Webinare

Schritt 2: Evaluieren, wie nachhaltig Ihr Unternehmen / Ihr Umfeld bereits ist

Die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (auch ESG) nehmen zunehmend Einfluss auf die Vergabe von Aufträgen, Finanzierungen sowie Fördergeldern. Aber auch gesetzliche Nachhaltigkeitsvorschriften führen zu mehr Transparenz entlang der Wertschöpfungskette. 

Überlegen Sie sich deshalb im Vorfeld, wer die Anspruchsgruppen (Stakeholder:innen) Ihres Unternehmens sind (z.B. Kund:innen, Mitarbeiter:innen, Lieferant:innen). In diesem Zusammenhang sollten Sie klären, welche Daten bzw. Informationen für diese Stakeholder:innen relevant sind. Ein wesentliches Erfolgskriterium für nachhaltiges Wirtschaften ist die Verlässlichkeit bzw. Konsistenz Ihrer Daten. Überlegen Sie sich deshalb frühzeitig, wie Sie die Daten beschaffen und kontrollieren können.

Hinweis
Unsere Tipps für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Verschaffen Sie sich einen groben Überblick über den aktuellen Nachhaltigkeitsstatus Ihres Unternehmens.

• Nachhaltigkeits-Check starten

Ausgehend von diesem groben Überblick sollten Sie verfügbare Daten strukturiert sammeln. Mithilfe unseres Klimaportals können Sie Ihre betriebliche Klimabilanz für die Bereiche Energie, Mobilität & Transport, Materialien und Abfall erstellen.

• Betriebliche Klimabilanz erstellen

Schritt 3: Ziele setzen und Maßnahmen ableiten

Nach der Bestandsaufnahme sollten Sie Ihre Ziele für nachhaltiges Wirtschaften festlegen. Hierfür eignet sich unter anderem die SMART-Methode:

  • spezifisch
  • messbar
  • attraktiv
  • realistisch
  • terminiert 

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um Ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. So können Sie beispielsweise einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten, auf nachhaltige Mobilitätslösungen umsteigen oder die Energieeffizienz Ihres Unternehmens steigern.

Zu den Handlungspotenzialen
Hinweis
Unsere Tipps für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Mit dem Nachhaltigkeits-Check können Sie in wenigen Schritten Ihren individuellen Maßnahmenplan für alle drei ESG-Bereiche erstellen. Für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen können Sie zudem konkrete Verantwortlichkeiten und Fristen festlegen.

• Nachhaltigkeits-Check starten

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Beratungs- und Förderangebote, die Ihnen helfen, Nachhaltigkeitsziele zu formulieren und umzusetzen.

• Förderungen und Berater:innen finden

Schritt 4: Fortschritte intern und extern kommunizieren

Ihren aktuellen Status in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften sollten sie glaubwürdig und transparent kommunizieren. Ökolabels und Zertifizierungen durch unabhängige Dritte können helfen, Erfolge zu belegen. Aber auch Auszeichnungen für vorbildhafte unternehmerische Nachhaltigkeit wie der TRIGOS können das Vertrauen in Ihr Unternehmen stärken. 

Um alle in Schritt 2 definierten Stakeholder zu erreichen, sollten Sie frühzeitig ein Kommunikationskonzept erstellen. Neben Ihren bestehenden Kommunikationsmaßnahmen können Sie auch freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen.

In Bezug auf die Nachhaltigkeitskommunikation gilt es zu beachten, dass die EU bereits aktive Schritte gegen Greenwashing eingeleitet hat.

Hinweis
Unser Tipp für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Nutzen Sie das Klimaportal auch für die Nachhaltigkeitskommunikation. Denn das Tool umfasst grafische Darstellungen zur Darstellung des Status Quo sowie einen Klimaindikator mit Ihren individuellen Reduktionszielen in Richtung Klimaneutralität.

• Klimabilanz erstellen

Schritt 5: Managementsystem etablieren

Compliance-Management-Systeme

Compliance bedeutet, Gesetze, Vorschriften und interne Regeln einzuhalten. Mithilfe eines Compliance-Management-Systems (CMS) können Sie

  • Fehler vermeiden
  • Unternehmen und Mitarbeitende vor rechtlichen Problemen schützen
  • Vertrauen nach innen und außen stärken
  • Glaubwürdigkeit stärken und Reputation schützen

Die Bundessparte Handel der WKÖ hat ein „Compliance Tool“ entwickelt. Anhand dieses Tools sehen Sie am Beispiel Handels, wie Compliance Schritt für Schritt umgesetzt werden kann.

Zum Compliance Tool

Umweltmanagementsysteme

Managementsysteme in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit helfen Ihnen, dabei

  • den Überblick zu behalten und Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten
  • Anforderungen und definierte Prozesse einzuhalten

Umweltmanagementsysteme wie ISO 14001 oder EMAS erleichtern Ihrem Unternehmen die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit: 

  • ISO 14001 − Umweltmanagementsystemnorm
    Mithilfe der international geltenden Norm können Sie betriebliche Umweltleistungen verbessern, rechtliche Verpflichtungen erfüllen und Umweltziele erreichen. Die Norm hilft Ihnen zudem dabei, Maßnahmen zu planen, durchzuführen und zu verbessern.
  • EMAS
    Durch das Umweltmanagementsystem der Europäischen Union kann Ihr Unternehmen einen individuellen Ist-Bericht, eine passende Zielsetzung wie auch eine geplante Umsetzung erstellen. Dieses Managementsystem hat die Bestandteile der ISO 14001 im Aufbau verankert.  
Zur Übersicht über Managementsysteme in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit
Hinweis
Unser Tipp für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Das Anwenden solcher Managementsysteme erfordert spezifisches Know-how. Falls Sie dieses in Ihrem Betrieb erst aufbauen müssen, können Sie sich externe Unterstützung holen.

• Zu den Beratungs- und Förderangeboten

Webinare für nachhaltige Unternehmensführung 

In diesem Abschnitt finden Sie unsere bisherigen Webinare für nachhaltige Unternehmensführung.

Hinweis
Unser Tipp für Ihren nachhaltigen Erfolg:
Besuchen Sie unsere österreichweite Webinar-Übersicht für nachhaltiges Wirtschaften. Die Themenpalette reicht von Richtlinien & gesetzliche Verpflichtungen über Services & Tools bis hin zu konkreten Handlungsempfehlungen.

• Für kommende Webinare zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen anmelden
• Vergangene Webinare flexibel nachsehen oder in den Präsentationsunterlagen schmökern   
• Zur Webinar-Übersicht


Weiterführende Informationen zu unternehmerischer Nachhaltigkeit erhalten

Person mit lockigen, schulterlangen Haaren und  grüner Bluse steht mit verschränkten Armen freudig vor Regalen mit Bettwaren

Best-Practices von betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Lassen Sie sich inspirieren von ausgewählten Projekten, Maßnahmen und Initiativen aus unterschiedlichen Branchen

Personen in Businesskleidung stehen zusammen und halten dabei Teller mit Fingerfood und Tassen in den Händen, im Hintergrund stehen weitere Personen in einem modernen Pausenraum

Branchenübergreifende Nachhaltigkeitsnetzwerke

Finden Sie das passende Netzwerk für unternehmerische Nachhaltigkeit

Personen sitzen an einem Schreibtisch und unterhalten sich in einem Büro, ein Laptop und weitere Unterlagen liegen am Tisch

Freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung

Tipps für die Erstellung Ihres freiwilligen Nachhaltigkeitsberichtes

Gerenderte Kugel auf Moos bestehend aus in Punkten zusammenlaufenden Linien mit weißem Unendlichkeitssymbol mit Pfeil mittig, ringsum kleinere Kugeln mit Symbolen zum Thema Nachhaltigkeit wie Wasserhähne und Fabriksgebäude aus dem ein Blatt ragt

Labels, Zertifizierungen und Managementsysteme zu Nachhaltigkeit

Unabhängige Dritte prüfen Produkte und Prozesse

Person mit kurzen dunklen Haaren, Brille, Bart und Jeanshemd reicht freudig einer anderen Person in Unschärfe die Hand eine weitere Person sitzt am Tisch  mit einem Laptop, im Hintergrund zeigt sich ein Büroraum mit Regalen

Nachhaltigkeitspreise und Auszeichnungen für nachhaltiges Wirtschaften

Gelebte Nachhaltigkeit im Unternehmen kommunizieren und feiern

Kalenderblatt eines Monats mit Pin und Bleistift

Webinare zu Nachhaltigkeit

Ankündigungen und Nachschauen zu nachhaltigkeitsrelevanten Veranstaltungen


Auch die unten angeführten Links zu WKO externen Websites enthalten Infos und Services zu unternehmerischer Nachhaltigkeit