Zum Inhalt springen
Person mit Schmuck behangen blickt auf Smartphone, im Hintergrund verschwommen weitere Personen und Gebäude mit EU-Zeichen, gelbe Sterne im Kreis verlaufend auf dunkelblauem Hintergrund
© rh2010 | stock.adobe.com

Omnibus-Paket: Vorschläge zur Vereinfachung der Berichts- und Sorgfaltspflichten für Nachhaltigkeit

Ziele, potenzielle Auswirkungen und nächste Schritte

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Stand: 02.03.2026
Achtung

Die Seite befindet sich derzeit in Überarbeitung und wird an die aktuelle Rechtslage angepasst.

Hintergrund und Ziele des Omnibus-Pakets

Das Omnibus-Paket I soll Vorgaben für Unternehmen in den folgenden Berichtsbereichen vereinfachen: 

  • Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD und EU-Taxonomie)
  • Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette (CSDDD)
  • CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM)

Durch das geplante Omnibus-Paket sollen bürokratische Hürden abgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen gestärkt werden.

Auswirkungen des Omnibus-Pakets auf die CSRD

Laut Omnibus I müssen nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und einem Nettojahresumsatz von mehr als 450 Mio. Euro Nachhaltigkeitsberichte gemäß CSRD-Vorgaben erstellen. Diese Berichterstattung ist erstmals im Jahr 2028 vorgesehen (über das Berichtsjahr 2027).

Weiterführende Infos zur CSRD erhalten

Auswirkungen des Omnibus-Pakets auf die CSDDD

Ausgehend vom Omnibus-I-Paket wurde auf EU-Ebene eine zeitliche Verschiebung sowie inhaltliche Anpassungen für die CSDDD beschlossen: 

  • Nur Großkonzerne mit mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 1,5 Mrd. Euro sind direkt von der CSDDD betroffen.
  • Die EU-Mitgliedstaaten haben bis zum 26. Juli 2027 Zeit, die CSDDD in nationales Recht umzusetzen.
  • Betroffene Unternehmen müssen die CSDDD ab 26. Juli 2029 anwenden.

Weiterführende Infos zur CSDDD erhalten

Auswirkungen des Omnibus-Pakets auf die EU-Taxonomie

Für die EU-Taxonomie (EUTAX) schlägt die EU-Kommission unter anderem folgende Änderungen vor: 

  • Verringerung der Berichtspflichten und Beschränkung auf Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von über 450 Millionen Euro
  • Einführung einer Wesentlichkeitsschwelle
  • Vereinfachung der Berichtsvorlagen
  • Vereinfachung der „Do No Significant Harm”-Kriterien (DNSH)

Auswirkungen des Omnibus-Pakets auf CBAM

Das aktualisierte CBAM führt einen neuen De-minimis-Schwellenwert ein, der Importe von bis zu 50 Tonnen pro Importeur und Jahr von den Anforderungen des CO2-Grenzausgleichsystem CBAM-Anforderungen ausnimmt. Bisher lag die Grenze bei einem Warenwert von 150 Euro.

Branchenspezifische Informationen zum Omnibus-Paket 

Webinare zum Nachsehen: Expert:innen informieren zum Omnibus-Pakets

Webinare zum Thema Nachhaltigkeit

In diesem Webinar erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit und ihren Einfluss auf mittelständische Unternehmen: 

  • Kurzer Überblick über das „Deregulierungsgesetz“ Omnibus
  • ESG in Zusammenhang mit Bankfinanzierungen und sonstigen Finanzierungen
  • ESG hinsichtlich Vergabe
  • Sonstige marktgetriebene ESG-Aspekte
  • Pragmatische Herangehensweisen für mittelständische Unternehmen/Beispiele

Weiterführende Informationen:

Dr. Josef Baumüller | TU-Wien & Werner Kneidinger  | CSR Expertsgroup

Im Rahmen dieser Workshop-Aufzeichnung vom Nachhaltigkeitstag der Wirtschaftskammer Oberösterreich erfahren Sie mehr über aktuelle ESG-Berichtsstandards. Der Fokus liegt auf den neuen freiwilligen Standard ESRS VSME für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Sie erhalten praxisnahe Tipps, wie Ihr Betrieb den Übergang vom reinen Berichtspflichten-Erfüllen hin zu einer strategischen Auseinandersetzung mit ESG-Themen gestalten kann. Denn der Trend entwickelt sich weg vom „müssen“ hin zum „wollen“. So wird nachhaltiges Handeln ein Teil unternehmerischer Weitsicht.

Weiterführende Informationen:

Im Fokus dieses Webinars, in Kooperation der Rechtspolitik der Wirtschaftskammer Österreich und der Wirtschaftskammer Tirol, stehen aktuelle Entwicklungen und Änderungsvorschläge der Europäischen Kommission im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) und Lieferketten-RL (CSDDD) sowie EU-Taxonomie. 

  • Welche Änderungen soll das Omnibus-Paket bringen?
  • Wie können sich Unternehmen bestmöglich darauf vorbereiten?
  • Welche Auswirkungen sind zu erwarten?

Die Inhalte aus dem Webinar beziehen sich auf den Informationsstand vom 9. April 2025. Die Vortragende übernimmt keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.

Weiterführende Informationen:

Hinweis
Unser Tipp für Ihren nachhaltigen Erfolg: 
Verpassen Sie keine Webinare zum Omnibus-Paket: Besuchen Sie unsere österreichweite Webinar-Übersicht für nachhaltiges Wirtschaften. Die Themenpalette reicht von Richtlinien & gesetzlichen Verpflichtungen über Services & Tools bis hin zu konkreten Handlungsempfehlungen.

• Für kommende Webinare zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen anmelden
• Vergangene Webinare flexibel nachsehen oder in den Präsentationsunterlagen schmökern
• Zur Webinar-Übersicht


Weitere interessante Artikel
  • Vogelperspektive eines Nadelbaumwaldes
    EUDR: EU-Entwaldungsverordnung für entwaldungsfreie Lieferketten
    Weiterlesen
  • Person mit Brillen in schwarzgetupften weißem Hemd stützt sich an mit Armen Schreibtisch ab und lächelt, am Tisch aufgeklappter Laptop, Architekturmodell, Pläne und Modell eines Windrades, im Hintergrund verschwommen, Regal mit Arbeitsutensilien
    Online-Ratgeber für Nachhaltigkeitsverpflichtungen
    Weiterlesen
  • Zwei Personen stehen an einem Tisch. Die rechte Person hält in den Händen ein kleines Päckchen. Die linke Person hält ein Smartphone, das sie über ein am Tisch stehendes Paket hält. Im Hintergrund stehen weitere Kartons
    Deutsches Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)
    Weiterlesen