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Präsident Wolfgang Ecker
© Rita Newman

Bauwirtschaft: Beschäftigte trotz Produktionsminus gehalten

Starkes Plus bei Wohnbaukrediten, Wohnbauzahlen weiter herausfordernd – WKNÖ-Präsident Ecker drängt auf Stärkungssignale

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Aktualisiert am 01.07.2026

Lichtpunkte, aber auch gewichtige Schatten weist das vom „Economica“-Institut im Auftrag der Wirtschaftskammer NÖ erstellte Bauwirtschaftsradar zum 2. Quartal 2026 aus: So haben die Kredite im März und April wieder angezogen. 1.792 neue Wohnbaukredite bedeuten den höchsten Wert seit Juli 2022. Die Neuvergaben von Wohnbaukrediten weisen von 2024 auf 2025 ein Plus von 47,3% aus. Umgekehrt wird der EZB-Entscheid von Juni zur Anhebung der Leitzinsen zu neuen Belastungen für Kreditnehmer führen. Und: Der Abschwung vor allem bei den Neuerrichtungen im niederösterreichischen Wohnbau hält an.

„Es geht unverändert darum, alle Möglichkeiten zu nutzen, um unserer Wirtschaft zusätzlichen Schwung zu geben“, drängt Wolfgang Ecker, der Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). „Das bedeutet weniger Bürokratie, Entlastungen statt Belastungen und auch einen verstärkten Fokus auf die Regionalwirtschaft bei öffentlichen Aufträgen, wie wir ihn jetzt insbesondere auch im Rahmen einer neuen Kooperation mit dem Bundesheer vorantreiben wollen.“

Minus 32% bei Produktion, nur 13,9% bei Beschäftigung - "Krasser Widerspruch zu jenen, die Betrieben vorwerfen Beschäftigte beim AMS zu 'parken'"

Die Wohnbauzahlen sprechen eine deutliche Sprache: In neuen Gebäuden wurden in Niederösterreich im Vorjahr um 70% weniger Wohnungen bewilligt als 2021 – in bestehenden Gebäuden um 29%. In Summe macht das ein Minus von rund 10.300 Wohnungen gegenüber 2021.

Und auch die Zahlen zu Produktion und Beschäftigung zeigen Licht und Schatten. Denn die Produktion im Hochbau hat sich im Vergleich zu 2021 um satte 32 Prozent verringert. Beschäftigte wurden hingegen nicht in diesem Ausmaß freigesetzt. Hier beträgt der Rückgang deutlich geringere 13,9 Prozent. „Das zeigt deutlich, dass unsere Unternehmen wirklich alles tun, um ihre Beschäftigten zu halten – was in krassem Widerspruch zu jenen steht, die unserer Wirtschaft immer wieder unterstellen, Beschäftigte beim AMS ‚parken‘ zu wollen“, so WKNÖ-Präsident Ecker deutlich. „Klar ist freilich, dass das nicht ewig so weiter gehen kann. Die Produktivität sinkt. Die Unternehmen geraten zunehmend an eine Grenze. Da braucht es Stärkungssignale. Die Senkung der Lohnnebenkosten zeigt in die richtige Richtung, braucht aber auch weitere Signale wie plan- und leistbare Energiepreise und nicht zuletzt weniger Bürokratie. Das ist eine Entlastung, die den Staat nichts kostet.“

Baupreise ziehen wieder an - in NÖ unter dem Schnitt

Gerade das neuerliche Anziehen der Energiepreise zuletzt zeigt auch bereits in einem Anziehen der Baupreise Wirkung. Die Kosten für Materialien legten gegenüber April 2025 um 6,3% zu. Österreichweit sind die Baupreise im ersten Quartal um 2,2 Prozent gestiegen. Niederösterreich blieb hier mit einer Preissteigerung um 1,3% bisher unter dem Schnitt. 

Das Online-Dashboard gibt es hier.

Präsident Wolfgang Ecker
© Rita Newman WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker

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