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WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker schaut mit Optimismus und Tatkraft ins neue Wirtschaftsjahr 2026.
© Josef Bollwein

Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Niederösterreich

Mit einer Kombination aus Optimismus und Tatkraft standen die wirtschaftlichen Herausforderungen und Perspektiven des neuen Jahres im Mittelpunkt des traditionellen Neujahrsempfangs der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) im Palais Niederösterreich.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 09.01.2026

Gäste aus Wirtschaft, Sozialpartnerschaft, öffentlichem Leben und Politik nahmen daran teil – darunter Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sowie Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich.

„Unsere Unternehmen stehen unter enormem Druck: hohe Kosten, zunehmende Bürokratie und eine spürbare Unsicherheit bei Investitionen bremsen Wachstum und Zuversicht. Viele Betriebe kämpfen derzeit nicht um Expansion, sondern um Stabilität und Planbarkeit. Gerade deshalb ist klar: Wirtschaft ist immer Teil der Lösung. Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sichern Arbeitsplätze, halten die Regionen lebendig und übernehmen Tag für Tag Verantwortung für Gesellschaft und Standort. Dafür brauchen sie mehr unternehmerische Freiheit, verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Interessenvertretung. Als Wirtschaftskammer Niederösterreich stehen wir genau dafür: Wir geben den Betrieben eine klare Stimme, setzen uns konsequent für Entlastung, Wettbewerbsfähigkeit und Verlässlichkeit ein und tragen Verantwortung für wirtschaftliche Stabilität und sozialen Zusammenhalt in unserem Land“, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Wir müssen die Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreich stärken. Alles, was wir als Land Niederösterreich tun können, tun wir – und wir gehen dabei unseren eigenständigen Weg. Mit unserer neuen Umbauordnung senken wir die Hürden bei Sanierungen deutlich und unterstützen damit gezielt Häuslbauer sowie die Bauwirtschaft. Die großen Hebel liegen aber auf Bundesebene. Viele Maßnahmen wurden beschlossen, doch die Herausforderungen sind groß – da muss die Bundesregierung liefern. Entscheidend ist, Wirtschaft und Arbeit zu entlasten: Die vorgesehene Lohnnebenkostensenkung muss ab 2027 kommen, die Energiekosten müssen spürbar sinken, der Industriestrompreis angelehnt an Deutschland bis 2030 verlängert werden, und es braucht weitere Entbürokratisierungsmaßnahmen – weniger Hemmnisse und mehr unternehmerische Freiheit.“

Für Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer bleibt die wirtschaftliche Situation trotz zartem Anzeichen des Aufschwungs herausfordernd: „Es liegt an uns, gemeinsam die Stimmung zu verbessern. Als Bundesregierung liefern wir konsequent und verbessern die Rahmenbedingungen beispielsweise durch die Reform des Strommarktes. Nächster großer Schritt in diesem Jahr wird die Umsetzung der Industriestrategie. Ich bin überzeugt, dass 2026 das Jahr der Wirtschaft wird. Ein Jahr des Comebacks von Leistung, Eigenverantwortung und Zuversicht. Mehr Freiheit und weniger Staat bringen unseren Standort zurück auf die Überholspur.“

„Aufbruch 2026“ – Zukunftsprozess der WKNÖ

Nicht ungehört blieb auch die Kritik an der Wirtschaftskammer in den letzten Monaten. Doch schon lange vor der medialen Kritik habe man in Niederösterreich einen Zukunftsprozess gestartet und setzt nun mit einem Reformprozess fort: „Mit dem Zukunftsprozess Aufbruch haben wir bewusst einen neuen Weg eingeschlagen. Aufbruch bedeutet für uns nicht Ankündigungen, sondern konkrete Veränderung. Wir haben zugehört, Kritik ernst genommen und daraus klare Schritte abgeleitet. Weitere werden folgen. Aufbruch 2026 ist ein Versprechen an unsere Mitglieder: mehr Nutzen, höhere Effizienz und volle Transparenz. Wir modernisieren unsere Organisation so, wie es Unternehmen selbst tun – mit klaren Zielen, messbaren Ergebnissen und dem Mut, alles zu hinterfragen, was keinen Mehrwert bringt. Gleichzeitig werden wir unsere Interessenvertretung schärfen, lauter auftreten und näher bei den Betrieben sein. Aufbruch heißt, Verantwortung zu übernehmen und die Wirtschaftskammer konsequent an den Bedürfnissen der Unternehmerinnen und Unternehmer auszurichten“ erklärt Ecker.


V.l.: Landesinnungsmeister NÖ Rauchfangkehrer Matthias Vetiska, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
© Josef Bollwein V.l.: Landesinnungsmeister NÖ Rauchfangkehrer Matthias Vetiska, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Niederösterreich trafen sich Gäste aus Wirtschaft, Sozialpartnerschaft, öffentlichem Leben und Politik.
© Josef Bollwein Beim Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer Niederösterreich trafen sich Gäste aus Wirtschaft, Sozialpartnerschaft, öffentlichem Leben und Politik.

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