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© Tanja Wagner

Kreislaufwirtschaft im Dialog

Chancen, Innovationen und Kooperationen

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 26.02.2026

Kreislaufwirtschaft ist längst in der betrieblichen Praxis angekommen und eröffnet zahlreiche Chancen für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Das wurde bei „Kreislaufwirtschaft im Dialog“ in der Wirtschaftskammer NÖ deutlich. Im Fokus standen praxisnahe Ansätze, innovative Geschäftsmodelle und neue Kooperationsmöglichkeiten.

Emmerich Haimer und Franz Theuretzbacher von der FH Wiener Neustadt zeigten, wie Chancen und Risiken zirkulärer Ansätze systematisch in der Produktplanung berücksichtigt werden können und welche Auswirkungen dies auf eine kreislauffähige Produktion in der Praxis hat.

Best-Practice-Unternehmen

Ein absolutes Highlight war die Vorstellung der Best-Practice-Unternehmen, die ihre nachhaltigen Projekte präsentierten und zeigten, wie Kreis­lauf­wirtschaft in der Praxis funktionieren kann.

  • SALESIANER MIETTEX GmbH engagiert sich unter anderem mit fünf weiteren Unternehmen in einem innovativen Pilotprojekt zur Wieder­ver­wertung von Dienstkleidung.
  • Brantner green solutions denkt die Entsorgung von Abfällen neu und hat sich voll und ganz der Kreislaufwirtschaft verschrieben.
  • SUPASO GmbH produziert nachhaltige Ver­packungs­lösungen für den Kühl- und Tief­kühl­ver­sand.
  • Löffler GmbH führt Kreislaufwirtschaft praktisch ein, indem es gebrauchte Produkte zurück­nimmt, deren Lebensdauer verlängert, Ma­terialien wiederverwendet oder recycelt und den Einsatz von Recycling-Rohstoffen in der eigenen Produktion steigert.
  • Gips-2-Gips Recycling – PORR, Saint-Gobain & Saubermacher haben es sich zum Ziel gesetzt, Gipsabfälle von Baustellen hochwertig zu re­cyceln.
  • LOCI - der weltweit erste, kreislauffähige Spiel­möbel­bausatz, der Bauen, Spielen und Lernen vereint.

Andreas Van-Hametner, Geschäftsführer des Ressourcen Forum Austria stellte den „Kompass Kreislaufwirtschaft“ vor, ein praxisnahes und kostenfreies Instrument zur Orientierung für Unternehmen auf dem Weg zu zirkulären Geschäftsmodellen.

Johannes Essmeister präsentierte die Kreislaufregion Melk-Scheibbs. Hier werden Projekte entwickelt, die zu einer klimaneutralen Lebens- und Wirtschaftsregion führen sollen. Die Region möchte so zu einer Vorzeigeregion im Bereich Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft werden.

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ, zeigte mit der Wanderausstellung „Denken und Handeln in Kreisläufen“ anschaulich, wie Kreislaufwirtschaft im betrieblichen und alltäglichen Kontext konkret umgesetzt werden kann. Mehr zur Wanderausstellung erfahren!

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Unterstützungsangeboten der Wirtschafts­kammer Niederösterreich. Vorgestellt wurden die zu 100 % geförderten Be­ratungs­an­ge­bote zum Thema Kreislaufwirtschaft. Mehr zu aktuellen Förder­möglichkeiten erfahren!

Bei der abschließenden Vernetzungsrunde mit persönlichem Austausch wurden neue Kontakte geknüpft und erste Ansätze für zukünftige Kooperationen entwickelt.

Kreislaufwirtschaft kompakt – Impulse für Unternehmen

In Kooperation mit der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ entwickelte die Wirtschaftskammer NÖ die Videoreihe Kreislaufwirtschaft kompakt  hinweisen. Die Kurzvideos zeigen zentrale Aspekte des zirkulären Wirtschaftens auf und kombinieren fundiertes Fachwissen mit erfolgreichen Praxis­bei­spielen.