Wettbewerb „proHTL NÖ“ von Metalltechnischer und Chemischer Industrie NÖ: HTL Wiener Neustadt gewinnt Hauptpreis von 50.000 Euro
Preisgelder auch für die HTL St. Pölten und Mödling – Obmänner Schmid-Schmidsfelden und Schwarzl: „Wettbewerb beweist einmal mehr, welche hervorragenden Potenziale in unseren HTL heranwachsen“
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Der Sieger des diesjährigen „proHTL NÖ“-Wettbewerbs der Metalltechnischen und der Chemischen Industrie Niederösterreichs steht fest: Die HTL Wiener Neustadt holt sich für ihr Projekt „Future Skills Hub: AI und Robotik in der Region für die Region“ den Hauptpreis von 50.000 Euro. Die HTBLuVA St. Pölten kann sich über 20.000 Euro freuen. Die HTL Mödling erhält einen Sonderpreis über 10.000 Euro.
„Einmal mehr hat der Wettbewerb bewiesen, welche hervorragenden Potenziale in unseren HTL heranwachsen“, betonen Veit Schmid-Schmidsfelden, der Obmann der Fachgruppe Metalltechnische Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), und Helmut Schwarzl, der Obmann der Chemischen Industrie NÖ. „Besonders wichtig ist dabei die starke Verknüpfung der Projekte mit der Wirtschaft, die Kombination unternehmerischen Denkens mir kreativen und lösungsorientierten Ideen.“
Von KI bis Holz
Kern des siegreichen Projekts der HTL Wiener Neustadt ist der Aufbau einer lokal betriebenen KI-Recheninfrastruktur, die es ermöglicht, Daten unabhängig von Cloud-Anbietern in intelligente KI-Modelle zu verwandeln und in der Folge konkrete Projekte mit regionalen Unternehmen uns sozialen Einrichtungen zu realisieren.
Die HTBLuVA St. Pölten wurde für ihr Projekt „Vom Fahrzeug zum Netz: Elektromobilität als Energiespeicher und DC-Energiesysteme“ ausgezeichnet. Dabei steht das Schaffen einer Testumgebung für Smart-Energy-Lösungen, insbesondere hinsichtlich Schnittstellen zwischen Gleich- und Wechselstrom, im Mittelpunkt.
Die Abteilung Holztechnik der HTL Mödling widmet sich vor dem Hintergrund sich ändernder klimatischer Bedingungen mit ihrem Projekt „Leaf Lab – Build the Change“ Möglichkeiten, um bisher ungenutzte Holzarten, insbesondere im Laubholzbereich, für die Herstellung tragender Bauteile nutzen zu können.
"Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien" - "Innovationskraft und wirtschaftliches Denken"
„Sehr viele der Projekte bauen auf bereits früher beim Wettbewerb eingereichten Ideen auf und entwickeln diese weiter. Das unterstreicht den starken Fokus auf Kontinuität, Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien, die unserem Wettbewerb zugrunde liegt“, unterstrich Schmid-Schmidsfelden. „Wir schaffen mit proHTL einen Raum für über den klassischen Unterricht hinausgehendes Engagement und fördern damit Innovationskraft und wirtschaftliches Denken der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen – Fähigkeiten, die entscheidend für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts sind“, so Schwarzl.
Bisher Preisgelder von rund 700.000 Euro durch Metalltechnische und Chemische Industrie NÖ
Insgesamt haben sich heuer acht Projekte mit durchwegs höchst spannenden Ideen und gelungenen Präsentationen um „proHTL NÖ“-Fördergelder beworben. In der hochgradig besetzten Jury unter dem Vorsitz von Veit Schmid-Schmidsfelden waren neben den beiden WKNÖ-Fachgruppen unter anderen auch Bildungsministerium, Land NÖ, Bildungsdirektion NÖ, EVN und die Firma Welser Profile vertreten. Die Initiative „proHTL NÖ“ wurde 2017 von den Fachgruppen Metalltechnische und Chemische Industrie der WKNÖ ins Leben gerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schulprojekte zu ermöglichen, die einen Nutzen für die Ausbildung der Schülerinnen und Schüler bringen, die strategische Entwicklung der jeweiligen HTL unterstützen sowie die Wirtschaft voranbringen und die aus den regulären Schulbudgets nicht finanziert werden können. Bisher wurden durch die Initiative Preisgelder von rund 700.000 Euro vergeben. Teilnahmeberechtigt sind sämtliche niederösterreichische HTL sowie die HBLVA für chemische Industrie in Wien.
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