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Lastmanagement als Schlüssel zur Kostensenkung

Im ersten Teil der Serie „Energie: Wissen kompakt“ zeigen wir praxisnah, wie Unternehmen das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz nutzen können – diesmal mit Fokus auf dem Lastmanagement, einem einfachen, aber wirkungsvollen Schlüssel zur Kostensenkung.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 15.01.2026

Vor Weihnachten beschloss die Bundesregierung das Elektrizitätswirtschaftsgesetz – das „Günstiger-Strom-Gesetz“. Das Gesetz belohnt Betriebe, die Lastspitzen vermeiden. Das bedeutet, den Verbrauch und die Einspeisung so zu steuern, dass die maximale Last (gesamte, zu einem gewissen Zeitpunkt von allen Verbrauchern eines Unternehmens bezogene Strommenge) zu Spitzenzeiten reduziert wird. 

Künftig werden Netzentgelte nicht mehr nur nach Strommenge berechnet, sondern auch nach Leistung und Zeitpunkt des Bezugs. „Wer Lastspitzen und Grundlast senkt, spart also direkt Geld – oft ohne große Investitionen“, informiert Energieberater Ingo Obermoser: „Mittels einer gezielten Analyse des Strombezugs lassen sich konkrete Maßnahmen ableiten.“

Schritt 1: Lastprofil erstellen

Smart-Meter liefern die Daten, um ein genaues Lastprofil zu erstellen. So erkennen Unternehmen, wann Lastspitzen oder wie hoch die Grundlast ist, auftreten. Beispielhaft zeigt die Grafik Ausschnitte aus dem Lastprofil eines Hotels – und vergleichbar sieht es in anderen Branchen aus.

Schritt 2: Verbrauch analysieren und optimieren

Am Beispiel eines Hotels wird deutlich, wie Lastmanagement praktisch funktioniert. Es geht in erster Linie darum, die Spitzen und die Grundlast zu reduzieren. Im Falle des Hotels:

  • Warmwasserspeicher zeitlich anders betreiben
  • E-Ladestationen für Gäste zu günstigen Mittagszeiten durch Rabatte fördern
  • SPA- oder Produktionsanlagen so steuern, dass nicht alle Verbraucher gleichzeitig auf Volllast laufen
  • Unnötige Verbraucher außerhalb der Nutzungszeit abschalten 
uss/badenova
© uss/badenova

Und ähnliche Optionen gibt es für fast alle Unternehmen.

Schritt 3: Automatisierung nutzen

Digitale Tools übernehmen die Steuerung automatisch. So lassen sich Lastspitzen noch einfacher reduzieren und Stromkosten gezielt senken. Alexander Rehbogen, Geschäftsführer des umwelt service salzburg, betont: „Bei relevantem Energiebedarf lohnt sich professionelle Unterstützung, um wirtschaftlich die beste Lösung zu finden.“

Lastmanagement Check

Mit intelligenter Laststeuerung senken Unternehmen ihre Netzkosten und nutzen erneuerbare Energie effizienter. Der Lastmanagement Check macht Betriebe fit für die Zukunft, nach dem Motto: Mehr erneuerbare Energien, weniger Kosten. 

„Lastmanagement spart nicht nur Geld ohne große Investitionen, sondern schafft zusätzlich die Basis, flexible Stromtarife oder die eigene Stromproduktion (z. B. von PV-Anlagen) optimal einzusetzen“, erklärt Alexander Rehbogen. „In der nächsten SW-Ausgabe zeigen wir, wie Unternehmen von einem effizienten Lastmanagement profitieren können“, informiert uss-Geschäftsführer Rehbogen.