Mit gutem Beispiel vorangehen
Ich habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit Unternehmerinnen und Unternehmern geführt, die zu Recht verärgert sind über die jüngsten, heftigen Diskussionen rund um die Wirtschaftskammer, der dadurch ein großer Schaden entstanden ist. Deshalb müssen wir jetzt so rasch wie möglich und mit voller Kraft daran arbeiten, Ihr Vertrauen, verehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, wieder zurückzugewinnen.
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Den ersten Schritt habe ich bereits gesetzt, um zu zeigen, dass wir die Botschaft verstanden haben. Ein Sparpaket in der Höhe von drei Millionen € soll es ermöglichen, in den kommenden vier Jahren die Kammerumlage 2 von derzeit 0,24 auf 0,20 Prozentpunkte abzusenken. Das bringt eine spürbare Entlastung für die Salzburger Betriebe. Dazu werden wir alle Leistungen der WKS genau durchleuchten und uns auch von einigen Dingen trennen, die wir nicht mehr machen können. Ich möchte in diesem Zusammenhang aber betonen, dass in der WKS immer gut gearbeitet wurde, weshalb bereits in den Jahren 2019, 2020 und 2024 der Hebesatz jeweils um einen Punkt reduziert werden konnte. Dafür möchte ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch bei den Funktionären der WKS bedanken. Um die Neiddebatte zu beenden, wird zudem die Neuregelung der Funktionsentschädigung, jedenfalls für das Präsidium der WKS, bis zu einer österreichweiten Evaluierung auf das Niveau vor der Anpassung zurückgenommen. Der Präsident der Arbeiterkammer Salzburg erhält damit mehr als doppelt so viel wie der Präsident der Wirtschaftskammer.
Bei all den Reformvorschlägen, die nun durch die Medien geistern und nicht immer nur gut gemeint sind, heißt es jetzt aber, kühlen Kopf zu bewahren. Denn die Wirtschaftskammer ist die einzige Organisation, die die Interessen aller Betriebe gegenüber Politik, Verwaltung und Sozialpartnern vertritt. Eine nachhaltige Schwächung der Wirtschaftskammer wäre ein klarer Nachteil. Dazu kommt ein breites Service-Angebot. Alleine im vergangenen Jahr wurden in der WKS 44.000 Beratungen durchgeführt, die mit der Bestnote 1,1 bewertet wurden, dazu kommt das Engagement in der Bildung. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern alle Salzburgerinnen und Salzburger.