WorkVision: Mit Herz und Nachhaltigkei – Top-Arbeitgeber Miele
Die Geschichte des Traditionsunternehmens Miele erstreckt sich über drei Jahrhunderte. Von 1899 bis heute sind sie – so ihr Leitspruch – „Creators of Quality“.
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„Immer besser“, so ein weiteres Motto, bezieht sich auf die bekannten Produktmarken, aber auch auf die Position des Arbeitsgebers von in Österreich 700 (weltweit 21.000) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 2024 wurde Miele zum besten Arbeitgeber Österreichs gekürt. Seit Anfang 2025 ist Monika Eder Geschäftsführerin von Miele Österreich. Das Leitungsboard besteht aus sechs Leuten, gerecht aufgeteilt zwischen drei Männern und drei Frauen. Chris Holzer hat nachgefragt, wie es Frau Eder in der neuen Position geht und welche New-Work-Projekte 2025 auf den Weg gebracht wurden.
Wie geht es Ihnen, Frau Eder?
An der Führungsspitze ist es umso einfacher, je stärker das Geschäftsleitungsteam und die gesamte Belegschaft ist. Ich bin herzlich aufgenommen worden. Ich war gut zwei Jahre lang Leiterin der Finanz- und Logistikabteilung hier im Unternehmen. Vorher war ich 27 Jahre in der Automobil-
branche tätig. Dazwischen war ich vier Jahre lang als selbständige Immobilienmaklerin tätig, um nach der Geburt meiner Tochter Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen zu können. Da hat sich ein breites Spektrum aller klassischen Bereiche eines Unternehmens gebildet, das ich nun gut einsetzen kann. Es braucht, bei all meiner Affinität zu Zahlen, immer Vertrauen, mit einem guten Gespür für Menschen. Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo die Spezialisten sitzen. Diese Leute brauchen Handlungsspielraum.
Personalgewinnung heute, ein schwieriges Unterfangen?
Wir stehen als Traditionsmarke für Vertrauen und Stabilität. Das sind Werte, die auch heute junge Menschen begeistern. Man muss eine Kombination aus Werten und der Antizipation von Bedarfen einer moderner, agiler Unternehmenskultur schaffen. Ganz oben auf der Liste steht der respektvolle Umgang miteinander. Flexible Arbeitszeiten und Home-Office wurden stark von der jungen Generation gefordert, werden aber auch von den etablierten Mitarbeitern gut und gerne aufgenommen. Wir haben eine Reihe an zusätzlichen Benefits in den Bereichen Weiterentwicklung, Wohlergehen und langfristige finanzielle Absicherung. Wir bieten Lehre mit Matura an. Sie ist quasi eine Garantie für einen besonders guten Karrierestart. Das alles bringt uns in eine Position, dass wir immer ausreichend Kandidatinnen und Kandidaten zu Gesprächen für Jobs einladen dürfen.
Führt der hohe Frauenanteil in der Führung von Miele Österreich im Sinne von Gleichstellung zu Vorteilen in der Personalgewinnung?
Natürlich ist das ein Signal in Bezug auf Chancengleichheit an die gesamte Belegschaft und nach außen. Technikfirmen haben immer einen hohen Männeranteil. Bei unseren 500 Mitarbeitern der Vertriebsgesellschaft in Österreich haben wir einen Frauenanteil von 25%, was schon sehr hoch ist. Wir wollen die Karrieremöglichkeiten von Frauen fördern.
Nachhaltigkeit und Digitalisierung, zwei wichtige Themen?
Die Digitalisierung forcieren wir in Richtung Handelspartner und Endkonsumenten. Beispielsweise können Sie mit der neuen Miele-App Waschprogramme downloaden, etwa bei dem Wunsch, Kuscheltiere zu waschen. Für einen besseren Überblick zum Einfrieren von Lebensmitteln haben wir mittels QR-Code Haltbarkeitssignale entwickelt. Die Nachhaltigkeit ist eine der vier großen Zukunftssäulen des Gesamtkonzerns. Die Energieeffizienz in unserm Zentralgebäude haben wir deutlich erhöht. Wir prüfen mit viel Hoffnung auch den Einsatz von PV-Anlagen. Wir elektrifizieren unsere Flotte von rund 300 Fahrzeugen. Bei der Versendung von Paketen – und wir versenden jährlich eine halbe Million davon – achten wir auf recycelbare Kartonagen. Klebebänder sind nun aus Papier und die Füllmaterialien aus Kartoffelstärke und somit voll kompostierbar. Außerdem liefern wir emissionsarm aus.