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WKS/Neumayr
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WKS-Präsident Peter Buchmüller: „Gemeinsam am Comeback der Wirtschaft arbeiten“

In der konstituierenden Sitzung des Salzburger Wirtschaftsparlaments wurde heute KommR Peter Buchmüller als Präsident der WKS bestätigt. Er richtete einen Appell zur Zusammenarbeit an alle wahlwerbenden Gruppen. 

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 14.05.2025

Bei der heutigen Sitzung konstituierte sich das neue Wirtschaftsparlament entsprechend der Ergebnisse der WK-Wahl im März für die Funktionsperiode bis 2030. Da nur ein Wahlvorschlag für das Präsidium eingebracht wurde, und zwar vom Salzburger Wirtschaftsbund, galt dieser automatisch als angenommen. KommR Peter Buchmüller bleibt damit Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg. Das WKS-Präsidium wird von fünf auf vier Mitglieder verkleinert. Nachdem die beiden bisherigen Vizepräsidenten KommR Peter Genser und KommR Andrea Stifter auf eigenen Wunsch ausgeschieden sind, rücken die bisher kooptierten Vizepräsidenten KommR Manfred Rosenstatter und KommR Marianne Kusejko nach. Norbert Ranftler von der Freiheitlichen Wirtschaft wurde in der anschließenden ersten Sitzung des neuen Präsidiums als dritter Vizepräsident kooptiert.  

Peter Buchmüller: „Werde Stimme im Sinne der Wirtschaft erheben“

„Ich habe schon vor fünf Jahren gesagt, wir kommen nur mit Klartext weiter und nicht mit Beschönigungen. Genau das habe ich in den vergangenen Jahren getan, Klartext geredet, auch wenn es unbequem war“, sagte der alte und neue WKS-Präsident in seiner Antrittserklärung vor den Delegierten des Wirtschaftsparlaments. Der leidenschaftliche Kaufmann und Interessenvertreter versprach, auch in den kommenden Jahren „seine Stimme zu erheben, wenn es im Sinne der Wirtschaft nötig ist!“   

Wege aus der Rezession

Die Wirtschaft habe durch die multiplen Krisen der vergangenen Funktionsperiode, die sich vor allen Dingen in hohen Lohn- und Energiekosten niedergeschlagen haben, stark an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Österreich steht vor einem dritten Rezessionsjahr. Dazu hat sich im heimischen Staatshaushalt ein großer Schuldenberg aufgetürmt, der nur mit einem harten Sparkurs abgebaut werden kann. „Da der Staat keine fiskalischen Mittel zur Konjunkturbelebung hat, muss die Regierung einen Schwerpunkt auf die Entlastung der Betriebe durch Bürokratieabbau setzen“, empfiehlt Buchmüller. Er forderte außerdem Zurückhaltung bei den Lohnverhandlungen im Herbst, damit die Betriebe nicht weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. „Wir müssen die Benya-Formel endlich richtig umsetzen. Sie berücksichtigt ja nicht nur die rollierende Inflation, sondern auch die Produktivitätsentwicklung und die ist bekanntlich negativ!“, fordert der WKS-Präsident. Von der neuen Bundesregierung verlangt er, das Zeitfenster, das nach der Wien-Wahl aufgegangen ist, zu nutzen, um Reformen in den Bereichen Pensionen, Gesundheit und Bildung in Angriff zu nehmen. Denn eine der größten Zeitbomben sei die Demographie. Hier brauche es entsprechende Lösungsansätze. 

Unternehmerinnen und Unternehmer als Stimmungsmacher

Buchmüller appellierte in seiner Antrittsrede an die Delegierten des Wirtschaftsparlaments gemeinsam an einem Strang zu ziehen: „Unternehmerinnen und Unternehmer sind nur eine kleine Gruppe von 7% der Bevölkerung, deshalb ist es notwendig, gemeinsam für ein Comeback der Wirtschaft und ein Wiedererstarken des Wirtschaftsstandorts zu arbeiten.“ Dazu brauche es gute Stimmung und den Glauben an die Zukunft, der den Selbstständigen quasi in die Wiege gelegt worden sei. „Wir können Krise, das haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen. Stecken wir unsere Kundinnen und Kunden sowie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unserem Optimismus und unserer Tatkraft an, ohne die Situation schönzureden. Dann schaffen wir es gemeinsam aus der Rezession“, appellierte Buchmüller.    

Bilddownload (©WKS/Neumayr):

Bild 1: Von links: Vizepräsident KommR Manfred Rosenstatter, Direktor-Stellvertreter Gerd Raspotnig,  Präsident KommR Peter Buchmüller, Direktor Manfred Pammer, Vizepräsidentin KommR Marianne Kusejko und der kooptierte Vizepräsident Norbert Ranftler.