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Lehrabschlussprüfung

Alle wichtigen Informationen und Dokumente zu Ihrer Lehrabschlussprüfung

Jeder Lehrling kann am Ende der Lehrzeit freiwillig eine Lehrabschlussprüfung (LAP) ablegen.

  1. Den Antrag zur LAP muss der Lehrling bei der zuständigen Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer stellen.
  2. Die Kosten der LAP sind bei erstmaligem Antritt vom Lehrberechtigten zu übernehmen.
  3. Der Lehrling ist für die erforderliche Prüfungszeit freizustellen.
  4. Nach Beendigung der Lehrzeit bzw. nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung muss der Lehrling noch drei Monate weiter beschäftigt werden (= Weiterverwendungszeit oder Behaltezeit).

Übernahme der Kosten

Sofern der Lehrling innerhalb der Lehrzeit oder der Behaltezeit erstmals zur Prüfung antritt  hat der Lehrberechtigte die Prüfungstaxe sowie eventuelle Materialkosten, zu ersetzen.

Freistellung für die Prüfung

Dem Lehrling steht eine Freistellung für die Prüfungszeit unter Fortzahlung der Bezüge zu. Er muss am Tag der Prüfung noch im Betrieb arbeiten, sofern es ihm zeitlich zumutbar ist und der Betrieb es verlangt. In einzelnen Kollektivverträgen können weitergehende Freistellungsansprüche vorgesehen sein.

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Prüfung vor Ende der Lehrzeit

Wird die Lehrabschlussprüfung vor dem im Lehrvertrag vereinbarten Ende der Lehrzeit abgelegt und bestanden, so endet die Lehrzeit bereits mit Ablauf der Woche, in der die Prüfung absolviert wurde.  

Zusatzprüfung

Personen, die folgende Prüfungen bzw. Schulen positiv absolviert haben, können eine Zusatzprüfung in Lehrberufen aus dem Berufsbereich ihrer Ausbildung oder in einem ihrer Ausbildung fachlich nahestehenden Berufsbereich – insbesondere in verwandten Lehrberufen – ablegen: 

  • Lehrabschlussprüfung
  • Facharbeiterprüfung in einem land- und forstwirtschaftlichen Lehrberuf
  • Reifeprüfung an einer allgemein bildenden höheren Schule mit einschlägigen berufsbildenden Inhalten
  • Reife- und Diplomprüfung an einer berufsbildenden höheren Schule einschließlich der höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten
  • mindestens zweijährige berufsbildende mittlere Schule einschließlich einer land- und forstwirtschaftlichen Fachschule

Bei modularen Lehrberufen bezieht sich die Möglichkeit zur Ablegung einer Zusatzprüfung auf die jeweiligen Hauptmodule bzw. Spezialmodule.  

Der Prüfungstermin für die Zusatzprüfung darf nicht vor dem Zeitpunkt liegen, zu dem der Prüfungswerber als Lehrling im betreffenden Lehrberuf frühestens die Lehrabschlussprüfung hätte ablegen dürfen.  

Die Ablegung einer Lehrabschlussprüfung im erlernten Beruf und einer Zusatzprüfung zum selben Termin ist nicht möglich.

Weiterverwendungszeit (Behaltezeit)

Üblicherweise beträgt die Weiterverwendungszeit nach der erfolgreich abgelegten Lehrabschlussprüfung drei Monate. Es gibt jedoch Ausnahmen:

  1. Erweiterte Weiterverwendungszeit
    Einzelne Kollektivverträge beinhalten eine längere Weiterverwendungszeit. Beispiel: Im KV der Handelsangestellten ist eine Weiterverwendungszeit von fünf Monaten vorgesehen.
  2. Reduzierte Weiterverwendungszeit
    Wenn der Lehrling im Unternehmen nur die Hälfte oder weniger als die Hälfte der festgesetzten Lehrzeit absolviert hat, besteht nur eine Verpflichtung zur Weiterverwendung im halben Ausmaß.

Ausbildungs- und Prüfungsordnungen

Für jeden Lehrberuf in Österreich gibt es eine Ausbildungsordnung und eine Prüfungsordnung. Diese Verordnungen des Bundesministers für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft enthalten:

  1. das für den Lehrberuf spezifische Berufsprofil (die zur Berufsausübung notwendigen Tätigkeiten),
  2. das Berufsbild (Ausbildungsinhalte für die einzelnen Lehrjahre) sowie
  3. die Gegenstände und Prüfungsinhalte der Lehrabschlussprüfung.

Ausnahmsweise Zulassung zur Lehrabschlussprüfung

In bestimmten Fällen kann die Lehrlingsstelle auf Antrag ausnahmsweise die Zulassung zur Lehrabschlussprüfung mittels Bescheid erteilen.