th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close icon-window-edit icon-file-download icon-phone xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin Google-plus facebook pinterest skype vimeo snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram

Grundlagen für mehr Nachhaltigkeit in Unternehmen

Themenfelder und Handlungsanleitungen

Nachhaltigkeit im Unternehmen

Von Unternehmen wird heute viel erwartet: Sie sollen nicht nur gute und preiswerte Produkte und Dienstleistungen anbieten, sondern zusätzlich die Verantwortung für deren mögliche rechtliche, wirtschaftliche und umweltspezifischen Folgen übernehmen.

Kann das funktionieren?

Ja, aber unter der Voraussetzung, dass ökologische und soziale Anforderungen im Kerngeschäft, im lokalen Umfeld und entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigt werden. Kurz gesagt: Wenn sich die Unternehmensstrategie am Leitbild der Nachhaltigkeit ausrichtet.

Strategische Umorientierung im Kerngeschäft

Mit der Verankerung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft schaffen Unternehmen Mehrwert: für die Gesellschaft und für das Unternehmen. Schlüssel dazu ist die strategische Beschäftigung mit den Berührungspunkten zwischen dem Betrieb und seinem gesellschaftlichen Umfeld. In der Management-Lehre finden geänderte Rahmenbedingungen für Unternehmen bereits ihren Niederschlag. Die Schwierigkeit im nachhaltigen Handeln besteht darin, immer neu entstehende Zielkonflikte durch langfristig tragfähige Kompromisse zu lösen.

Beispiel: Als Unternehmer gemeinsame Werte schaffen – Shared-Value-Konzept nach dem Porter Modell

Nachhaltige Unternehmensentwicklung bringt nicht nur dem Unternehmen selbst Vorteile wie z.B. bessere Wettbewerbsfähigkeit oder Ressourcen- und Kosteneinsparung. Sie kann auch der Gesellschaft Vorteile bringen.

Best Practice-Beispiel:
Ein Transportunternehmer verbessert seine Logistik. Er verringert die Anzahl der notwendigen LKW-Fahrten und stellt die LKWs auf lokal produzierten Bio-Diesel um. Dadurch spart der Unternehmer Kosten und es fahren weniger LKWs durch die Gemeinde. Die Hersteller des Bio-Diesels in der Gemeinde schaffen neue Arbeitsplätze. Gesellschaft und Unternehmen profitieren von diesem Modell.

Maßnahmen dieser Art können Unternehmer gezielt einsetzen. Damit steigern sie den Mehrwert des Unternehmens für die Gesellschaft und machen ihr Engagement sichtbar.

Die WKÖ Broschüren zum Porter-Modell bieten:

  • Workshop-Anleitungen zur selbstständigen Durchführung eines Shared-Value Prozesses.
  • Konkrete Ansatzpunkte, wie Einpersonenunternehmen (EPUs) und KMUs den Mehrwert des eigenen Unternehmens durch nachhaltige Unternehmensentwicklung nach dem „Porter Prinzipien" steigern können.

Drei-Säulen-Modell bringt Mehrwert für Unternehmen und Gesellschaft

Kreisdiagrammdarstellung des 3-Säulen-Modells
© brad pict | stock.adobe.com
Es kommt darauf an, kontinuierlich den Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Interessen zu suchen. Dieser Ausgleich wird auch als „3-Säulen-Modell“ beschrieben. Produkte und Dienstleistungen sollen zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen.

Mit der Verankerung von Nachhaltigkeit im Kerngeschäft schaffen Unternehmen Mehrwert:

Für die Gesellschaft: Durch die Einsparung von Ressourcen wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Durch die Unterstützung von Mitarbeiter:innen im Bereich Work-Life-Balance wird die Anzahl der Krankenstandstage reduziert. Durch die Aus- und Weiterbildung von jungen Fachkräften werden Arbeitsplätze in den Regionen gesichert.

Für das Unternehmen selbst: Durch Ressourcenschonung können konkrete finanzielle Vorteile erzielt werden, z.B. durch niedrigere Strom- Wasser- und Papier/Druckkosten. Nachhaltiges Engagement kann auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern bringen, etwa durch die Gewinnung neuer nachhaltigkeitsbewusster Kund:innen oder indem die Attraktivität des Unternehmens für zukünftige Fachkräfte gesteigert wird.

Erste Schritte zu mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen

Die SDGs bieten 17 konkrete Handlungsanleitungen für Themenfelder, in welchen Unternehmen sich bereits gezielt engagieren oder zukünftig aktiv werden können. Dabei ist es nicht wichtig, dass jedes einzelne Unternehmen in allen 17 Zielen gleichermaßen tätig wird, sondern dass ein Beitrag bestmöglich im Einklang mit der eigenen unternehmerischen Tätigkeit geleistet wird.

Für Ihre Ersteinschätzung bietet Ihnen die WKO Checklisten zu den Themen Energie, Mobilität, Geräte und Produktionsprozesse zum Download an. Im CO2-Schnell-Check (Mobilität) bildet der CO2-Fußabdruck für den Bereich Mobilität eine erste Hilfestellung. Weiters stellt Ihnen die WKO für konkrete Konzepte und Maßnahmen unter anderem geförderte Energieberatungen und geförderte Umweltberatungen zur Verfügung sowie weitere Informationen zu Unterstützungen in Form von betrieblichen Umweltförderungen.

Bei der technischen Umsetzung von Umweltprojekten unterstützen auch Ingenieurbüros. Wenn Sie ihr betriebliches Abfallmanagement nachhaltiger gestalten wollen, helfen die Abfallsammler und -behandler.

Größere Betriebe sind dazu verpflichtet, kleinere und mittlere Unternehmen können freiwillig jährliche Nachhaltigkeitsberichte erstellen. Wenden Sie sich dabei gerne an die CSR-Expert Group des Fachverbands für Unternehmensberatung und IT.

Für Kleinstbetriebe und Einpersonenunternehmen (EPUs) gibt es die Möglichkeit, einzelne Nachhaltigkeitsaktivitäten in Form von Medienberichten, z.B. in Social-Media-Kanälen zu kommunizieren. Wenden Sie sich dabei gerne an die Kommunikationsprofis des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation.

Für Unternehmensgründer:innen in diesem Bereich gibt es einen eigenen Gründungsleitfaden für Social Entrepreneurs.

Stand: