Anreize statt Hürden für E-Autos gefordert
Die geplante Einführung eines Sachbezugs für Elektro-Firmenautos bereitet dem heimischen Fahrzeughandel Sorgen.
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Der Rahmen vor der kürzlich erfolgten Budgetrede des Finanzministers war bekannt, dass gespart werden muss, ebenso – nun geht es in den einzelnen Ministerien an die konkreten Verhandlungen. Es ist eine Fülle von Maßnahmen, die dann am 10. Juli beschlossen werden soll. Gleichzeitig steigt die Sorge, dass sich dabei auch so manche Fehlentscheidung einschleichen könnte. „Die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge ist ein solcher Fehler“, warnt Peter Jagersberger, Obmann des Landesgremiums Fahrzeughandel in der Steiermark, „weil er eine Abkehr von der dringend geforderten und politisch gewünschten Mobilitätswende darstellt“.
Die geplante Einführung eines Sachbezugs für E-Firmenfahrzeuge ist ein Fehler, weil er eine Abkehr von der dringend geforderten und politisch gewünschten Mobilitätswende darstellt.
Peter Jagersberger
Obmann Landesgremium Fahrzeughandel Steiermark
Tatsächlich soll die bisher geltende Steuerfreiheit für die Privatnutzung von E-Firmenautos gestrichen werden, ab 2028 rechnet die Regierung mit Mehreinnahmen von jährlich 190 Millionen Euro. Experten fürchten allerdings einen Dämpfer für die E-Mobilität. Denn die Einführung des Sachbezugs könnte Nutzern laut Jagersberger mehrere hundert Euro im Monat kosten und damit „die Bereitschaft zum Umstieg ersticken“.
Diese Sorge wird auch durch eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent unterstützt. Demnach sieht eine klare Mehrheit von 56,1 Prozent E-Autos als Teil der Lösung zur Erreichung der nationalen und globalen Klimaziele. 41,5 Prozent befürworten Anreize und Förderungen, um mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Jeder Dritte sieht die Regierung in der Pflicht, Steuervorteile zu schaffen.
Sechs von zehn neu zugelassenen Pkw verfügten zuletzt über einen Elektro- oder Hybridantrieb – 66 Prozent davon wurden auf Unternehmen angemeldet. Entsprechend sieht Jagersberger nun Parlamentarier und Experten in den Verhandlungen am Zug. Nicht umsonst, denn: Auch drei Viertel der Bevölkerung sehen laut Umfrage die Beschneidung von Vorteilen für E-Autos als falschen Weg an.