Der Handel sucht die Besten seiner Zunft
Die Bewerbungs- bzw. Nominierungsphase für den Handelsmerkur ist gestartet. Die Gala findet am 11. November in Graz statt.
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Er ist der prestigeträchtigste Preis, den es im heimischen Handel zu gewinnen gibt – sogar Vergleiche mit dem „Oscar“ wurden in der Vergangenheit immer wieder geäußert –, und wird in nur zwei Kategorien sowie für das Lebenswerk vergeben: Der Handelsmerkur startet seine Nominierungsphase.
Seit 2002 wird die Auszeichnung von der Sparte Handel der WKO Steiermark vergeben und hat sich mit ihrer großen Gala – sie findet heuer am 11. November in der Aula der Alten Universität in Graz statt – zum Fixpunkt in der steirischen Wirtschaftslandschaft entwickelt. Die Bewerbung ist bis 8. Oktober möglich, bis 1. Oktober besteht außerdem die Option einer „Fremdnominierung“. „Der heimische Handel ist gerade in herausfordernden Zeiten ein wichtiger Faktor. Er stabilisiert nicht nur die Wirtschaft, er belebt die Gesellschaft, bringt Menschen zusammen und treibt Entwicklungen voran. Mit dem Handelsmerkur werden Unternehmen ausgezeichnet, die durch ihren Einsatz und ihre Innovationskraft wesentlich zur positiven Entwicklung im steirischen Handel beitragen“, betont Gerhard Wohlmuth, Obmann der Sparte Handel.
Prestige und Neukunden
Das wurde auch im vergangenen Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Normalerweise lege ich keinen Wert auf Auszeichnungen – aber das war wirklich großartig, unglaublich emotional und hat mich tief berührt“, erinnert sich Erika Turnsek-Ramsauer, die sich über den Handelsmerkur in der „Kategorie 1 bis 10 Mitarbeiter“ freuen durfte. Ihre Damenboutique in Heiligenkreuz am Waasen betreibt sie schon seit 1987 und setzt dabei auf ein Sortiment aus Bekleidung, Schuhen, Taschen und Accessoires. Das Erfolgsgeheimnis? „Ich bin ständig auf internationalen Messen, damit wir auf Neuheiten schnell reagieren können. Außerdem setzen wir auf eine Wohlfühlatmosphäre im Geschäft und kompetente Beratung von langjährigen Mitarbeitern“, erzählt sie. „Deshalb fahren viele Kunden mehr als eine Stunde zu uns, teils kommen sie sogar aus Oberösterreich oder Salzburg.“ Der Handelsmerkur habe zusätzliche Sichtbarkeit gegeben: „Es war schön, zu sehen, wie sich die Mitarbeiter, aber auch die Kunden gefreut haben. Und wir haben auch neue dazugewonnen“, so Turnsek-Ramsauer.
„Sehr gefreut“ hat sich auch Harald Tscherne, der sich die Auszeichnung mit der TP-Sport GmbH (Intersport Tscherne) in der „Kategorie 2 über 10 Mitarbeiter“ sichern konnte. „Das wird auch von den Konsumenten geschätzt“, erzählt der Unternehmer. 1923 gegründet, zählt der Betrieb heute unter Tschernes Führung 13 Standorte – und auch an tschechischen Shops ist man beteiligt. „Wir setzen auf Service, hohe Qualität und Kontinuität beim Personal“, erklärt Tscherne den Erfolg. Aktuell sind rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. „Und wir streben noch ein weiteres Wachstum an“, so der Unternehmer.