Digitale Rechtshelfer: Wie KI Orientierung gibt
Auf der Suche nach verlässlichen rechtlichen Informationen kann viel Zeit verloren gehen. WIFI-Trainer Harald Koch erklärt, wie KI hier helfen kann.
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Rechtliche Fragestellungen gehören für viele Unternehmen zum Geschäftsalltag. Ob ein Schreiben vom Anwalt ins Haus flattert, Unsicherheiten bei Vertragsinhalten bestehen oder steuerliche Fragen geklärt werden müssen – der Bedarf an raschen Informationen ist groß. Im Zuge unseres KI-Tool-Tipps haben wir mit dem Experten Harald Koch darüber gesprochen, wie künstliche Intelligenz bei der juristischen Recherche unterstützen kann.
„Für rechtliche Auskünfte sollte man nicht auf allgemeine KI-Systeme setzen, sondern auf Lösungen, die speziell für das österreichische Recht entwickelt wurden“, erklärt Koch. Hier sind Plattformen wie AI-Associate oder RechtGPT empfehlenswert. Beide Systeme ermöglichen einen kostenlosen Einstieg und liefern erste rechtliche Einschätzungen zu Themen wie Zivilrecht, Strafrecht, öffentlichem Recht oder Steuerrecht. Der Vorteil: Unternehmen können sich bereits vor einem Beratungsgespräch einen Überblick über mögliche rechtliche Optionen verschaffen.
Für rechtliche Auskünfte sollte man nicht auf allgemeine KI-Systeme setzen, sondern auf Lösungen, die speziell für das österreichische Recht entwickelt wurden.

Harald Koch
KI-Experte und WIFI-Trainer
„Die KI ersetzt keinen Juristen, kann aber helfen, gezieltere Fragen zu stellen und besser vorbereitet in ein Gespräch mit Rechtsberatern zu gehen“, so der KI-Experte. Für größere Unternehmen und Rechtsabteilungen gibt es darüber hinaus professionelle Lösungen wie Genius oder Anwendungen von LexisNexis. Diese Systeme unterstützen Juristen bei Recherchen, der Auswertung von Judikatur sowie bei der Erstellung juristischer Dokumente und werden bereits vielfach in der Praxis eingesetzt. Trotz der technischen Möglichkeiten betont Koch die Bedeutung menschlicher Expertise: „KI kann wertvolle Unterstützung leisten, die rechtliche Beurteilung und Verantwortung bleiben jedoch immer beim Menschen.“