Vom Garagenbetrieb zum Familienerbe
28 Jahre lang hat Anton Hupfauf seinen Betriebaufgebaut — von einer Höttinger Garage bis zum VölserGewerbepark. Jetzt übernehmen Tochter Lisa Hupfauf undSchwiegersohn Lukas Steiner das Ruder. Was bleibt, ist das, was EAHHupfauf immer ausgemacht hat: der direkte Draht zum Kunden.
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Es fängt schon beim Empfang an. Senior-Chef Toni Hupfauf kommt direkt aus dem Lager, gibt die Hand, fragt nach. Man merkt sofort: Hier wird niemand abgefertigt. Geschäftsführer Lukas Steiner, Headset am Ohr, damit kein Anruf entgeht, bietet Kaffee an. Lisa Hupfauf kommt freundlich aus dem Büro. Wer das Abhollager von EAH Hupfauf in Völs betritt, landet mitten in einem Familienbetrieb, der seinen Anspruch an Kundennähe jeden Tag lebt — als gelebte Praxis.
Dabei hat alles einmal klein angefangen. Vor rund 28 Jahren entschied Anton Hupfauf, kurz Toni, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. In seiner Garage in Hötting baute er sich als Generalvertretung des deutschen Herstellers „eka edelstahlkamine“ seinen ersten Kundenstamm auf. Der Reiz daran war, erzählt er, selbst zu entscheiden und in Eigenverantwortung zu arbeiten. Über einen Standort in Wilten kam er schließlich nach Völs, wo EAH Hupfauf nun seit acht Jahren tätig ist — im Gewerbeparkgelände an der Innsbrucker Straße, mit schneller Autobahnanbindung und einem gut gefüllten Lager.
Eine Tochter, die schon immer dabei war
Dass ausgerechnet Tochter Lisa Hupfauf und Schwiegersohn Lukas Steiner die Nachfolge angetreten haben, war kein strategischer Plan — es hat sich ergeben, wie das im Leben oft so ist. Lisa war schon mit 15 Jahren auf Messen dabei, hat im Betrieb mitgeholfen, ist nach und nach zum bekannten Gesicht bei den Kunden geworden. Irgendwann stand fest: Sie bleibt. Ihr Schwager Lukas stieg ebenfalls früh mit ein. Heute führen die beiden die Geschäfte, während Toni weiterhin tatkräftig unterstützt — und Armin, seit 16 Jahren Teil des Teams, ist ebenfalls noch mit dabei und praktisch Teil der Familie. Vier Personen, ein eingespieltes System.
Geschäftsführer Lukas Steiner, Geschäftsführerin Lisa Hupfauf.
Geordnete Nachfolge statt Bauchgefühl
Die Betriebsnachfolge lief nicht ohne Vorbereitung. EAH Hupfauf nutzte dafür die Angebote der Wirtschaftskammer Tirol, die genau für solche Fälle ein engmaschiges Netz aufgespannt hat. Die Erstberatung im Gründerservice klärt grundlegende Fragen und den Status quo, der Leitfaden zur Betriebsnachfolge führt durch den gesamten Prozess. Wer tiefer einsteigen will, bekommt bei „Recht praktisch“ in einem einzigen Termin gleich drei WK-Jurist:innen an den Tisch — wirtschafts-, steuer-, arbeits- und sozialrechtliche Aspekte werden gemeinsam besprochen.
Ergänzend gibt es Sprechtage mit den Berater:innen der Experts Group Betriebsübergabe in den WK-Bezirksstellen. Auch mit der Notariatskammer für Tirol und Vorarlberg besteht eine effiziente und wirksame Kooperation. Zum einen findet einmal jährlich eine gemeinsame, gebündelte Veranstaltung zum Thema Nachfolge statt — heuer das „Betriebsnachfolge Speed-Coaching mit Frühstück“ am 5. Mai 2026 in der WK Tirol, mit Kurzberatungen direkt am Tisch. Zum anderen ermöglicht der Unternehmensvorsorge-Beratungsscheck eine kostenlose, einstündige Notariatsberatung zu rechtlichen Vorsorgethemen wie Vertretungsregelungen, erbrechtlicher Vorsorge und unternehmensbezogenen Verträgen, um die Existenz des Betriebs abzusichern.
Was im Fall Hupfauf nüchtern und beinahe selbstverständlich klingt, ist statistisch betrachtet die Ausnahme. Familieninterne Nachfolgen sind seltener geworden, viele Tiroler Betriebe suchen heute über die Nachfolgebörse der Wirtschaftskammer nach einer geeigneten Übernehmer:in. Toni ersparte das eine schwierige Suche — gefordert hat es sie trotzdem. Verträge, Bewertung, steuerliche Strukturierung, der saubere Übergang gegenüber Kunden und Lieferanten: Was Notariat und Beratung mitbringen, hat den Schritt vom Bauchgefühl zum geordneten Plan gemacht.
Nachfolge. 28 Jahre lang hat Anton Hupfauf seinen Betrieb aufgebaut — von einer Höttinger Garage bis zum Völser Gewerbepark. Jetzt übernehmen Tochter Lisa Hupfauf und Schwiegersohn Lukas Steiner das Ruder. Was bleibt, ist das, was EAH Hupfauf immer ausgemacht hat: der direkte Draht zum Kunden.
Toni ist froh, dass der Betrieb, den er aufgebaut hat, einen frischen, jungen Wind bekommt. Und die Kunden merken den Unterschied kaum, weil der Kern derselbe geblieben ist. Was sich bei EAH Hupfauf zeigt, lässt sich derzeit in vielen Tiroler Branchen beobachten: Eine ganze Generation an Unternehmer:innen übergibt — und die nächste tritt an, ohne das Bewährte über Bord zu werfen.
Abhollager als Wettbewerbsvorteil
Was EAH Hupfauf im Markt unterscheidet, ist nicht nur die Beziehungsarbeit — es ist auch die Reaktionsgeschwindigkeit. Das Unternehmen beliefert ausschließlich Gewerbetreibende: Hafner, Installateure, Rauchfangkehrer. Und die gewerblichen Abnehmer haben einen klaren Bedarf: Wenn etwas gebraucht wird, dann oft sofort. Ein Sanierer, der auf ein Rohrstück wartet, steht still. EAH Hupfauf hat darauf eine Antwort entwickelt: einen großen eigenen Lagerbestand, der unabhängig von Lieferzeiten des Werks funktioniert. Die Ware kann oft schon am nächsten Tag beim Kunden sein, oder man holt sie direkt in Völs ab.
Dazu kommt die enge Partnerschaft mit „eka edelstahlkamine“. Seit 28 Jahren arbeiten die EAH mit dem deutschen Hersteller zusammen — ein professionelles Verhältnis, das über reinen Vertrieb längst hinausgeht. Technische Spezialfragen, individuelle Pläne, Sonderlösungen: EAH Hupfauf kann direkt auf das eka-Werk zugreifen und Lösungen liefern, die andere nicht so schnell zusammenbringen. Das schätzen die Stammkunden — oft brauchen sie etwas Besonderes, und sie brauchen es schnell.
sofort verfügbar.
Vom Inntal bis ins Waldviertel
Das Einzugsgebiet reicht weit über Tirol hinaus. Beliefert wird von Völs aus auch Vorarlberg, Südtirol sowie Ober- und Niederösterreich. Sichtbar ist EAH Hupfauf dort, wo die Branche zusammenkommt: bei den Hafner- und Rauchfangkehrer-Tagungen, auf der Energiesparmesse in Wels. Wer einmal mit Lisa, Lukas oder Toni am Messestand gesprochen hat, fragt beim nächsten Auftrag direkt in Völs an. Diese Verbindung lebt von Wiedersehen, nicht von Akquise. Und sie erklärt, warum ein vergleichsweise kleines Tiroler Familienunternehmen in einem hochspezialisierten Segment bestehen kann.
Schwarz, schlank, gefragt — der neue Alpha Black
Der Markt selbst hat sich verändert. Toni beobachtet das seit fast drei Jahrzehnten: Die Auswahl an Kaminen ist gewachsen, die Individualisierung gestiegen — und Optik spielt heute eine deutlich größere Rolle als früher. Kunden wollen nicht nur Funktion, sie wollen ein Produkt, das ins Gesamtbild passt. Das Thema Selbstversorgung, also Holzöfen, Pellets und unabhängige Heizsysteme, hat zuletzt ebenfalls stark zugenommen. Produkte wie der Alpha Black Kamin — doppelwandig, pulverbeschichtet, in Innsbruck veredelt — zeigen, wohin die Reise geht: technische Verlässlichkeit und ästhetischer Anspruch in einem.
Alle zwei Jahre lädt EAH Kunden und Geschäftsfreunde zu einer Party ein. Heuer am 8. Mai — Grillhendl, Bier vom Fass. „Vor zwei Jahren gab es eine Vespa-Party mit italienischem Flair, sogar einen Pizzabäcker mit Steinofen haben wir organisiert. Dieses Jahr wieder tirolerisch mit Grillhendl und Bier, alle sind willkommen“, erzählt Lisa Hupfauf begeistert.
Solche Momente sind für EAH Hupfauf kein Marketingauftritt, sondern der natürliche Ausdruck einer Unternehmenskultur, in der Kundschaft seit Jahren zur erweiterten Familie zählt.
Für die Zukunft wollen Lisa und Lukas das Bewährte halten und gleichzeitig neue Akzente setzen — Stammkunden mit derselben Expertise weiter betreuen, jüngeren Bauherren und Installateuren auf Augenhöhe begegnen. Ganz wegdenken lässt sich dabei nicht, dass ein spezialisierter Edelstahlkamin-Vertrieb am Puls von Energie- und Baubranche schlägt. Steigen die Investitionen, läuft das Lager. Wird gebremst, spürt man es zuerst. Was Lisa und Lukas dem entgegensetzen, ist das, was EAH Hupfauf seit Tag eins trägt: Service, Tempo, Beziehung.
Toni betont stolz, dass er jeden seiner Kunden persönlich kenne. Weiß, wo der Betrieb ist. Kennt in vielen Fällen die gesamte Familie. Weiß, wo die Kamine schlussendlich eingebaut werden. Genau das ist der Unterschied zu einem anonymen Online-Versandhändler — und genau das bleibt auch unter den neuen Geschäftsführer:innen Lisa Hupfauf und Lukas Steiner das Fundament von EAH Hupfauf in Völs.