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Eine grafische Darstellung eines grünen Recycling-Symbols: Drei im Kreis verlaufende Pfeile. Drumherum liegen unterschiedliche recycelbare Verpackungen auf hellblauem Hintergrund.
© Alex | stock.adobe.com

EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

Weiterführende Informationen und ausgewählte Detailfragen zur Verpackungsverordnung sowie zu Konformitätserklärungen

Lesedauer: 14 Minuten

Stand: 10.08.2026
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bringt neue Anforderungen an Verpackungen und verteilt die Verantwortlichkeiten entlang der Lieferkette neu. Hier finden Sie einen praxisorientierten Überblick über Rollen und Pflichten der Wirtschaftsakteure, Nachhaltigkeitsanforderungen, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) sowie Informationen zur Umsetzung in Österreich und den anderen EU-Mitgliedstaaten. Die Inhalte werden laufend um aktuelle Entwicklungen und ausgewählte Praxisthemen ergänzt.

Die bestehende österreichische Verpackungsverordnung 2014 regelt schwerpunktmäßig die nationale Teilnahme an Sammel- und Verwertungssystemen sowie die damit verbundenen Rücknahme-, Nachweis- und Meldepflichten. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) werden diese nationalen Regelungen seit 12. August 2026 durch unmittelbar anwendbare, unionsweit harmonisierte Vorgaben ergänzt. Diese betreffen insbesondere die Nachhaltigkeitsanforderungen an Verpackungen und bringen neue Pflichten für die beteiligten Wirtschaftsakteure mit sich.

Bereits zum Anwendungsbeginn gelten konkrete Stoffbeschränkungen, insbesondere Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelkontaktverpackungen sowie für Schwermetalle. In den kommenden Jahren treten schrittweise weitere Anforderungen hinzu, unter anderem an die Recyclingfähigkeit und den Rezyklatanteil von Verpackungen sowie zur Verpackungsminimierung und Wiederverwendung.

Diese Seite bietet einen praxisorientierten Überblick über die wesentlichen Neuerungen der PPWR. Im Fokus stehen insbesondere die neue Rollenverteilung und die damit verbundenen Pflichten der Wirtschaftsakteure sowie die erweiterte Herstellerverantwortung in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Ergänzend finden Sie Informationen zu ausgewählten Themenbereichen sowie laufende Updates zu aktuellen Entwicklungen rund um die PPWR.

Rollen und Pflichten nach der PPWR

Die PPWR verteilt die Verantwortung für Verpackungen entlang der gesamten Liefer- und Nutzungskette neu. Dabei gilt: Jeder Beteiligte muss entsprechend seiner Rolle dazu beitragen, dass die Anforderungen der Verordnung eingehalten werden.

Die richtige Einordnung der eigenen Rolle ist daher von zentraler Bedeutung. Sie bestimmt, welche Verpflichtungen für ein Unternehmen gelten, ab welchem Zeitpunkt diese zu erfüllen sind und welchen Umfang sie haben.

Die PPWR unterscheidet dabei verschiedene Akteure, die sie unter dem Oberbegriff „Wirtschaftsakteure“ zusammenfasst. 

Beispiel Lieferkette ohne Import aus Drittstaaten:

Illustrative Darstellung: Fünf Kacheln mit dem Schriftzug Lieferant, Erzeuger, Vertreiber, Endvertreiber und Endabnehmer nacheinander mit Pfeilen verbunden; Erzeuger, Vertreiber und Endvertreiber unter einer Klammer als Hersteller zusammengefasst, sofern er die Verpackung erstmals im jeweiligen Mitgliedstaat bereitstellt.
© WKÖ


Länderübersicht/Country Guide zur EU-Verpackungsverordung

Die Pflichten zur erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungen sind derzeit noch stark national geprägt und unterscheiden sich je nach Mitgliedstaat.

Unsere Länderübersicht fasst die wichtigsten nationalen Vorgaben und Anlaufstellen kompakt zusammen.


Weitere relevante Informationen zur PPWR

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu ausgewählten Themen und Sonderfragen der PPWR sowie konkrete Praxisbeispiele für die betriebliche Umsetzung.


Webinarnachschau: EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

Sehen Sie sich die Aufzeichnung unseres Webinars an und verschaffen Sie sich einen praxisnahen Überblick über die neuen Anforderungen der PPWR. Im Fokus stehen die Rollen der Wirtschaftsakteure, die Konformität von Verpackungen, der Zeitplan der Umsetzung sowie aktuelle Fragen aus der Unternehmenspraxis.

Das Webinar wurde vom Nachhaltigkeitsservice der Wirtschaftskammer Wien organisiert und bietet Unternehmen eine kompakte Orientierung zu den wesentlichen Neuerungen der EU-Verpackungsverordnung.