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Matthias Past
© David Schreiber

Freihandelsabkommen stärken (wirtschaftliche) Souveränität!

Mathias Past, Obmann der UBIT NÖ

Lesedauer: 1 Minute

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Aktualisiert am 28.01.2026

Bereits im Herbst vergangenen Jahres habe ich an dieser Stelle angesichts der irrlichternden Zoll- und Außenhandelspolitik des D. T. meine Hoffnung auf einen raschen Abschluss des jahrelangen Verhandlungsprozesses eines Handelsabkommens mit Mercosur geäußert, um damit die Türe zu einem der größten Binnenmärkte der Welt zu öffnen.

Mit dem Einlenken Italiens auf den letzten Metern der Zielgerade schien endlich ein 25-jähriges heftiges und über weite Strecken in Europa mehr emotional als sachlich geführtes Tauziehen ein gutes Ende gefunden zu haben. Zu früh gefreut, grätscht doch unsinnigerweise das EU-Parlament in letzter Sekunde hinein und verzögert abermalig den Ratifizierungsprozess auf unbestimmte Zeit! Die EU-Kommission muss jetzt unbedingt rasch handeln, sollen uns China und die USA noch irgendwie ernst nehmen wollen. Abgesehen davon, müssen wir uns aber auch darüber im Klaren sein, dass Mercosur kein Allheilmittel ist. Wir werden damit etwa nur einen Bruchteil der Exportverluste mit den USA kompensieren können. Daher ist es unbedingt erforderlich, zügig die Verhandlungen zur Erschließung neuer Freihandelsmärkte voranzutreiben. Das höchst erfolgreiche CETA-Abkommen mit Kanada – das bekanntlich zu Beginn auf erbitterten Widerstand gestoßen ist – kann uns dabei als Vorbild dienen.

So öffnen sich etwa im Freihandelsabkommen mit Indien gerade auch für unsere IKT-Unternehmen neue Chancen. Oder denken wir aktuell an Australien und Indonesien – riesige Märkte mit großem Potential!

Für mich steht fest: Eine auf Regeln und Schutzmechanismen basierte Diversifikation unserer globalen Handelspartner ist die einzig richtige Antwort Europas auf Trumps protektionistischen „America First“-Ansatz und trägt maßgeblich zur Sicherung unserer Souveränität bei!