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Headquarter
© Amari/M. Weissbacher

Amari steckt sich hohe Ziele

Der Pongauer Aluminiumspezialist Amari Austria verfolgt einen ambitionierten Wachstumskurs. Bis 2030 soll der Umsatz verdoppelt werden.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 21.09.2026

Seit neun Monaten lenkt Rupert Wieser die Geschicke der Amari Austria GmbH in St. Johann. Der neue Geschäftsführer will das Unternehmen noch stärker als Komplettanbieter positionieren. „Amari ist weit mehr als ein Aluminiumhändler. Wir wurden zwar in den 1960er-Jahren als Handelsunternehmen gegründet, haben uns aber ab Anfang der 2000er-Jahre zu einem industriellen Fertiger entwickelt“, erklärt Wieser. 

Produktion
© Amari/M. Weissbacher Am Standort in St. Johann im Pongau sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt, davon 150 in der Produktion.

Das Unternehmen verstehe sich nicht als reiner Zulieferer, sondern als Entwicklungspartner seiner Kunden. „Unser Anspruch ist es, Projekte ganzheitlich zu begleiten – von der ersten Idee über die technische Ausarbeitung bis hin zur Produktion und Umsetzung“, betont der 44-Jährige. Amari sei in der Lage, sehr rasch hochpräzise Bauteile zu fertigen. „Die Lieferzeit beträgt teilweise nur eine Woche. Das ist einmalig in der Branche.“

Breites Portfolio 

Amari habe sich eine breite Aluminium-Kompetenz in den verschiedensten Bereichen aufgebaut. Wieser verweist in diesem Zusammenhang auf drei Geschäftseinheiten (Industrie, Mobilität und Architektur) mit insgesamt sieben Produktgruppen.

„Es geht nicht nur um klassische Anwendungen im Maschinenbau, unsere Lösungen kommen auch in der Automobil- und Bahnindustrie sowie im Bauwesen zum Einsatz“, sagt der Geschäftsführer. „Darüber hinaus entwickeln und produzieren wir spezialisierte Lösungen – etwa im Hochwasserschutz, bei Aluminiumfassaden oder bei Schiebetürsystemen, die unter der Marke ‚Amadeus‘ vertrieben werden.“

Management
© Amari/Christian Kosmaier Das Führungsteam von Amari: CEO Rupert Wieser, CPO Martin Stein­bacher, COO Peter Krameter und CFO Gerhard Höfelsauer (v. l.).

Zu Amari Austria gehören auch Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien sowie Niederlassungen in Wien, Tschechien und Slowenien. Die gesamte Unternehmensgruppe beschäftigt rund 330 Mitarbeiter und setzte im vergangenen Jahr 93,3 Mill. € um. 60% des Umsatzes werden am Hauptstandort in St. Johann im Pongau erwirtschaftet. 

Zweistelliges Wachstum

Im laufenden Geschäftsjahr 2026 soll der Personalstand auf 375 Mitarbeiter steigen. Der Umsatz wird voraussichtlich um 20% auf 112 Mill. € zulegen. „Wir gehen davon aus, dass wir heuer das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte verzeichnen werden. Das Betriebsergebnis wird voraussichtlich im oberen zweistelligen Bereich wachsen“, erklärt Wieser, der auch in den nächsten Jahren deutliche Steigerungen erwartet: „Bis 2030 wird sich aus heutiger Sicht nicht nur die Zahl der Mitarbeiter am Standort St. Johann, die aktuell 200 beträgt, sondern auch der Umsatz verdoppeln.“ 

Amari nimmt heuer und im kommenden Jahr viel Geld in die Hand. „Unter anderem wurden bereits die vermutlich größte fünfachsige Aluminiumplattenfräse Österreichs bestellt sowie zusätzliche Schweißroboter und eine Wärmebehandlungskabine angeschafft“, zählt Wieser auf. 

Erhebliche Investitionen

Der Netto-Reingewinn des heurigen Jahres werde zur Gänze in den Ausbau des Unternehmens fließen, so der Geschäftsführer: „Wir stoßen an die Kapazitätsgrenzen und werden 2027 nicht nur die Produktion erweitern, sondern auch einen neuen Logistikbereich sowie zusätzliche Lager- und Büroflächen errichten. Für diese Großinvestition benötigen wir so gut wie keine Fremdfinanzierung.“ 

Der Erfolg des Unternehmens steht und fällt nach Ansicht Wiesers mit den Mitarbeitern. „Die Leistungsbereitschaft ist hoch und die Fluktuation sehr gering. Das liegt vor allem daran, dass sich die Belegschaft mit Amari identifiziert.“

Die Entwicklung der Mitarbeiter sei eines seiner größten Anliegen, betont der Geschäftsführer. „Wir bieten nicht nur zahlreiche Benefits, sondern setzen auch auf eine Unternehmenskultur der Zusammenarbeit und Eigenverantwortung. Nur so können wir das selbst gesteckte Ziel erreichen, der attraktivste Arbeitgeber der gesamten Region zu werden“, betont Wieser.