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© Bründl Sports

Bründl wächst auch mit 70

Anlässlich des 70-Jahre-Jubiläums lud Bründl Sports zu einer großen Teamfeier. Das abgelaufene  Geschäftsjahr sorgt ebenfalls für Feierlaune.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 12.10.2026

106 Mill. € netto hat Bründl Sports von September 2025 bis August 2026 umgesetzt. Das bedeutet ein Wachstum von rund 10% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024/25. „Wir sind sehr stark im Tourismus, etwa 70% des Umsatzes entfällt auf Gäste“, erklärt Miteigentümer und Geschäftsführer Christoph Bründl. „Der Faktor Mensch macht den Unterschied aus. Darum investieren wir in unser Team“, fügt sein Bruder Bernhard Bründl hinzu. Das Herzstück sei dabei das Aus- und Weiterbildungsprogramm der Bründl Akademie. „Hier ist das Angebot mit etwa 45 Seminaren in zehn Themenfeldern und mehr als 1.900 Fortbildungstagen pro Jahr sehr breit“, meint der Miteigentümer.  

Verleih und Verkauf gehen nach oben

Mit mehr als 18.000 Paar Ski und rund 220.000 Verleihkunden in der Wintersaison ist Bründl Sports der größte Skiverleiher der Alpen. „Es gibt eine Verschiebung hin zum Verleih. Wir wachsen aber auch im Skiverkauf und hier vor allem im Premium- und im mittleren Segment“, sagt Christoph Bründl.  

Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 zeichnet sich ein Umsatzplus von über 25% ab. Der sprunghafte Anstieg ist vor allem auf einen neuen Shop in Wagrain und auf die Übernahme des Sport- und Modehauses Strolz in Vorarlberg zurückzuführen.  

Am Arlberg wird groß investiert

In den nächsten drei Jahren sollen in die vier Strolz-Geschäfte in Lech und Zürs am Arlberg 11 bis 12 Mill. € investiert werden. „Wir wollen die Standorte attraktiver machen und die traditionsreiche Marke Strolz stärken“, betont Bründl-Finanzchefin Petra Kitzberger. 

Bründl Sports betreibt nun in zwölf Orten in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und der Steiermark insgesamt 34 Fachgeschäfte. Weitere Expansionsschritte sind laut Christoph Bründl nicht ausgeschlossen, eine Expansion ins Ausland sei aber aus heutiger Sicht kein Thema. „Die Kernfrage lautet immer: Macht uns ein Projekt nur größer oder macht es uns auch stärker?“

Christoph und Maximilian Wörndl
© Bründl Sports Maximilian Bründl (rechts) soll seinem Vater Christoph Bründl (links) nachfolgen und ab Anfang 2030 das Familienunternehmen leiten.

Bründl wird Anfang 2030 in den Aufsichtsrat wechseln und die Führung des Familienunternehmens an seinen Sohn Maximilian übergeben. Der 29-Jährige, der aktuell noch für den Nahrungsergänzungsmittelhersteller Biogena tätig ist, blickt optimistisch in die Zukunft: „Der Sport- und Bewegungsdrang wird noch viel stärker werden. Wir gehen davon aus, dass Kunden trotz Digitalisierung weiter in die Geschäfte kommen, weil sie Produkte angreifen und sich mit echten Menschen austauschen möchten.“

In Zahlen 

  • Bründl Sports beschäftigt aktuell rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon knapp 50 Lehrlinge. In der Wintersaison steigt der Personalstand auf bis zu 900.
  • Begonnen hat alles 1955 mit einem kleinen Sportgeschäft in Kaprun.
  • Dort befindet sich heute nicht der Sitz des Unternehmens, sondern auch das Service- und Logistikcenter, über das jährlich etwa 2,2 Millionen Produkte bewegt werden.