WKS-Präsident Buchmüller: Feindbild Wirtschaft
Wenn man die politische Berichterstattung in den Zeitungen und so manche Talkshow im TV verfolgt, bekommt man bisweilen den Eindruck, die gefährlichste Spezies auf diesem Planeten ist die Unternehmerin bzw. der Unternehmer.
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Jene, denen Kapitalismus und liberale Marktwirtschaft ohnedies ein Dorn im Auge sind, überschlagen sich derzeit wieder förmlich mit guten Ratschlägen, wie man die Wirtschaft bestmöglich züchtigen kann. In deren Augen ist das notwendig, weil die Unternehmerin bzw. der Unternehmer sonst ihre Zeitgenossen und die Natur schamlos ausbeuten und sich die Taschen mit fetten Gewinnen vollstopfen. Was ist nach Auffassung dieser Gesinnungsgemeinschaft der einzig wirksame Schutz dagegen? Richtig geraten! Ein fürsorglicher Staat, der dem unmenschlichen Treiben der Wirtschaft mit der bürokratischen Peitsche Einhalt gebietet.
Lieferkettengesetz, Green Deal, Entwaldungsverordnung oder die Entgelttransparenzrichtlinie sind nur einige der Hiebe mit der Bürokratiepeitsche, die bereits auf die Wirtschaft niedergesaust sind bzw. mit denen die Betriebe künftig gegeißelt werden sollen, weil einige der Gesetze noch nicht in Kraft sind. Dabei wurde von der EU und der Bundesregierung hoch und heilig versprochen, die bürokratischen Misshandlungen deutlich zu reduzieren. Da Gewinne in den Augen jener Gesinnungsgemeinschaft aber als unmoralisch eingestuft werden, wird gedeckelt, gebremst und es werden Strafabgaben eingeführt. Schließlich soll die Spezies Unternehmer ja breitere Schultern haben als andere. Deshalb könne sie gleich auch noch mit Vermögens- und Erbschaftssteuern geschröpft werden. Schröpfen soll ja bekanntlich gesund sein. Dabei wird gerne vergessen, dass Gewinne in die Unternehmen reinvestiert werden, damit der Betrieb wettbewerbsfähig bleibt, Arbeitsplätze erhalten und höhere Löhne gezahlt werden können. Stattdessen werden ertragreiche Unternehmen ordentlich zur Kasse gebeten.
Bei Nutztieren wird völlig zu Recht eine artgerechte Haltung eingemahnt. Denn jeder Bauer weiß, dass er die Kuh, die er jeden Tag melken möchte, pfleglich behandeln muss. Auf die Unternehmen als Melkkühe der Nation trifft das offenbar nicht zu. Mehr Auslauf und eine bessere Behandlung würde aber zum Wohle aller mehr als sinnvoll sein.