Greenwashing ade: EmpCo bringt neue EU-Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen
Ab Herbst 2026 gelten in der EU deutlich strengere Vorgaben für Umwelt- und Nachhaltigkeitswerbung. Die neue EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers Directive“) der EU soll Greenwashing verhindern und für mehr Transparenz in der Unternehmenskommunikation sorgen.Welche Auswirkungen das für Betriebe in Salzburg und darüber hinaus hat, erklärt Sabrina Hofmeister im Gespräch.
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Was ist die EU-Richtlinie EmpCo?
Die EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers Directive“) verfolgt das Ziel, Greenwashing in der Unternehmenskommunikation zu unterbinden und Verbraucher besser zu schützen.
Ab Herbst 2026 gilt: Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen müssen eindeutig belegbar sein. Allgemeine Begriffe wie „grün“, „klimaneutral“ oder „nachhaltig“ sind künftig nur noch zulässig, wenn sie nachvollziehbar und überprüfbar dokumentiert werden.
Unternehmen dürfen damit nur noch mit Aussagen werben, die sie auch tatsächlich nachweisen können.
Welche Unternehmen sind betroffen?
Die neuen EU-Vorgaben betreffen alle Branchen – vom Tourismus über Handel bis hin zur Industrie.
Sobald Unternehmen mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsaussagen werben, müssen diese künftig auf belastbaren Daten und klaren Nachweisen basieren.
Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.
Wo besteht aktuell der größte Handlungsbedarf
Viele Unternehmen verwenden bereits heute Nachhaltigkeitsaussagen in ihrer Kommunikation, ohne diese ausreichend zu dokumentieren.
Der größte Handlungsbedarf liegt daher in:
- der Überprüfung der externen Kommunikation
- der Verbesserung der Datenbasis
- und der Anpassung interner Prozesse im ESG-Management
Wie sollten sich Unternehmen jetzt vorbereiten?
Für Unternehmen empfiehlt sich ein strukturierter Ansatz:
Zunächst braucht es klare interne Zuständigkeiten und ein Bewusstsein für die neuen EU-Anforderungen. Danach sollten bestehende Kommunikationsinhalte kritisch geprüft und ESG-Daten systematisch erfasst und gebündelt werden.
Zertifizierungen wie das österreichische Umweltzeichen oder ISO 14001 können zusätzliche Rechtssicherheit schaffen. Ein regelmäßiger „EmpCo-Check“ hilft dabei, sicherzustellen, dass nur belegbare Aussagen nach außen kommuniziert werden.
Fazit: Mehr Transparenz statt Bürokratie
Die EmpCo-Richtlinie ist kein zusätzliches Bürokratiemonster, sondern ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz, Glaubwürdigkeit und Vertrauen in der Unternehmenskommunikation.
Unternehmen, die sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen auseinandersetzen, können ihre Marktposition langfristig stärken und sich klar von Greenwashing abgrenzen.