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Energiepreise unter Druck: Was Unternehmen jetzt tun können

Internationale Krisen treiben die Energiepreise. Für Unternehmen wird die Planbarkeit zunehmend schwieriger.

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Aktualisiert am 25.06.2026

Für Unternehmen in Salzburg bedeutet das vor allem eines: Energie bleibt ein Kosten- und Risikofaktor, der aktive Entscheidungen verlangt. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Heizöl liegt auch nach dem Iran-Frieden 30% über dem Vorjahresniveau. Konkret heißt das: Bei einem größeren Vier-Sterne-Haus mit Spa liegen die jährlichen Mehrkosten schnell über 50.000 €, und auch bei kleineren Häusern ist der Unterschied fünfstellig.

Der Gaspreis ist seit Beginn der Iran-Krise ebenfalls von 35 auf 50 € Euro/MWh (Stand Ende Mai) gestiegen. Analysten rechnen aufgrund der Knappheit von LNG und der bevorstehenden Füllung der Speicher sogar damit, dass die Preise weiter anziehen. Auch wenn Gaspreise bei längerfristigen Verträgen erst mit Verzögerung weitergegeben werden, sind die Implikationen klar. Und durch das Merit-Order-System auf dem Strommarkt ziehen hohe Gaspreise auch die Stromkosten nach oben.

Der beste Hebel: Unabhängigkeit schaffen

„Die Stärkung der Unabhängigkeit mit erneuerbaren Energieträgern ist die beste Versicherung gegen internationale Preis- und Versorgungskrisen“, betont Jan Rosenow, Professor für Energie- und Klimapolitik an der Oxford University. Mit dem Beschluss des EABG unterstreicht die Bundesregierung genau diesen Weg. Und dieser ist sowohl für Regionen als auch für einzelne Betriebe sinnvoll.

In Zeiten schwankender Preise gewinnen Planbarkeit und Versorgungssicherheit an Bedeutung. Eigenversorgung z. B. durch PV und Speicher bedeutet genau das. Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz ermöglicht zudem neue Formate, wie gemeinsame Energienutzung oder langfristige Direktabnahmeverträge (PPAs), um Preise kalkulierbarer zu machen. Nicht zuletzt ist es der effiziente Umgang mit Energie, der den Kostendruck direkt verringert. Auch hier ist von Seiten des Bundes eine entsprechende Gesetzesinitiative in Vorbereitung.

Vorbereitet sein, Schritte setzen

Gerade in unsicheren Zeiten gilt: Nicht abzuwarten schafft Sicherheit, sondern vorbereitet zu sein. Eine gute Grundlage dafür bietet der Energiecheck des umwelt service salzburg. Die Beratung wird mit 50% gefördert und unterstützt Unternehmen dabei, wirtschaftlich sinnvolle Maßnahmen für mehr Energie­effizienz, geringere Kosten und größere Unabhängigkeit zu identifizieren.