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Gesundheit ist eine strategische Investition – keine Kostenstelle

Beim Webinar „Gesundheit im Fokus“ standen betriebliches Gesundheitsmanagement und Fördermöglichkeiten im Fokus.

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Aktualisiert am 25.06.2026

Für die Salzburger HRM Experts Group am Mikrofon: Frederik Hillenbrand, Gründer von pepp – Workplace Health & Teambuilding.

Zum Einstieg erläuterte Hillenbrand die drei zentralen Bausteine des betrieblichen Gesundheitsmanagements: den gesetzlich verpflichtenden Arbeitnehmerschutz (ASI), die freiwillige betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) sowie das freiwillige (Wieder-)Eingliederungsmanagement (BEM).

„Die wichtigsten Treiber für BGM sind der Fachkräftemangel und die Mitarbeiterbindung, die Reduktion von Fehlzeiten, Employer Branding sowie gesetzliche Anforderungen“, so Hillenbrand.

In der Praxis unterscheidet er drei Reifegrade im BGM: von „Startern“ mit punktuellen Einzelmaßnahmen über „Advanced“-Betriebe mit strukturierten BGF-Konzepten aus dem HR-Bereich bis hin zu „Professional“-Organisationen. Letztere setzen BGM mit externer Begleitung, fundierter Analyse und nachhaltigem Veränderungsanspruch um – ein Niveau, das laut Hillenbrand bislang nur wenige Unternehmen erreichen.

Förderdschungel mit klaren Anlaufstellen

Eine zentrale Herausforderung sei, dass viele Unternehmen nicht wissen, wo sie Unterstützung erhalten. Häufig fehlt der Überblick über bestehende Förderangebote in Österreich. „Viele dieser Anlaufstellen sind kostenlos – man muss nur wissen, wo man anfragt“, betont Hillenbrand.

Als besonders relevante Stellen nennt er:

  • die österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) mit BGF-Begleitung und Toolbox,
  • die AUVA mit dem kostenlosen Programm „AUVAsicher“ für Betriebe bis 50 Mitarbeitende,
  • fit2work mit kostenloser Beratung zum Eingliederungsmanagement für Unternehmen jeder Größe,
  • den Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) mit Projektförderungen von bis zu 80 Prozent sowie
  • das Netzwerk BGF mit dem BGF-Gütesiegel als Auszeichnung für erfolgreich umgesetzte Projekte.

Vom Pilotprojekt zum strukturierten Prozess

Zum Abschluss skizzierte Hillenbrand den praktischen Ablauf eines BGM-Projekts: von der Auftragsklärung über Zieldefinition, Strukturbildung und Analyse bis hin zur Maßnahmenplanung und Evaluation.

Zugleich zeigte er einen pragmatischen Einstieg auf: klein beginnen, Ziele definieren und erste Maßnahmen im Rahmen eines Pilotprojekts testen.

„BGM ist kein einmaliges Projekt, sondern ein strukturierter und wiederkehrender Prozess. Bereits ein erstes Gespräch mit fit2work oder der ÖGK kann ein sinnvoller Einstieg sein."

Sein Appell an die Unternehmen: nicht zu lange warten, sondern ins Tun kommen.

Wer neue Perspektiven auf Resilienz, gesunde Führung und Female Health gewinnen oder konkrete Strategien für die eigene Organisation kennenlernen möchte, kann das Webinar ab Juli nachschauen.

Die wichtigsten Treiber für BGM sind der Fachkräftemangel und die Mitarbeiterbindung, die Reduktion von Fehlzeiten, Employer Branding sowie gesetzliche Anforderungen.