Zum Inhalt springen
Lebensmittel
© Robert Kneschke - stock.adobe.com

Handelskonjunktur zog leicht an

Salzburgs Handelsbetriebe konnten die Umsätze im vergangenen Jahr geringfügig steigern. Ein kräftiger und nachhaltiger Aufschwung ist allerdings weiter nicht in Sicht.    

Lesedauer: 3 Minuten

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 11.03.2026

2025 erwirtschaftete der Handel, zu dem neben dem Einzel- und dem Großhandel auch die Kfz-Wirtschaft gehört, in Salzburg einen Nettoumsatz von rund 32,9 Mrd. €. Im Vergleich zu 2024 bedeutet das einen Zuwachs von 700 Mill. €. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht des Wiener Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) im Auftrag der Sparte Handel hervor. "Nominell sind die Umsätze um 1,4% gestiegen. Unter Berücksichtigung der Preissteigerung, die im Handel 1,5% betrug und damit deutlich unter der allgemeinen Inflationsrate lag, ergibt dies real ein leichtes Minus von 0,1%“, resümiert iföw-Chef Peter Voithofer. "Während der Handel In Salzburg 2025 also knapp unter dem Niveau von 2024 bilanzierte, gab es österreichweit ein reales Plus von 0,4%.“ 

Branchen entwickeln sich unterschiedlich 

Im Salzburger Einzelhandel setzten die Betriebe im vergangenen Jahr rund 7,1 Mrd. € um. Der Umsatzanstieg betrug nominell 1,7%, preisbereinigt blieb davon allerdings ein reales Minus von 0,2% übrig. Die Entwicklung in den Einzelhandelsbranchen ist höchst unterschiedlich: Während sich der Handel mit Elektrogeräten, Möbeln und Heimwerkerbedarf über einen realen Umsatzzuwachs von 5,6% freuen durfte, mussten die Uhren- und Schmuckhändler ein Minus von 7,2% hinnehmen. Der Lebensmittelhandel verzeichnete nominell ein leichtes Plus von 0,7%, preisbereinigt gingen die Umsätze aber um 2,6% zurück. 

Im Großhandel stieg der Jahresumsatz nominell um 1,6% bzw. 200 Mill. € auf 13,4 Mrd. €. Real betrug das Plus immerhin noch 0,7%. "Die Großhandelskonjunktur zeigt in Salzburg nach Umsatzrückgängen in den Jahren 2023 und 2024 erste Anzeichen einer Erholung“, meint Alexander Schwarzbeck, Obmann der Sparte Handel in der WKS.  Die Kfz-Wirtschaft steigerte ihre Umsätze nominell um 3,2% auf 12,4 Mrd. €. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung bedeutet das ein reales Plus von 0,3%.

WKS/wildbild
© WKS/wildbild Spartenobmann Alexander Schwarzbeck

Die weitere Entwicklung der Handelskonjunktur lässt sich nach Ansicht von Schwarzbeck nur schwer abschätzen. "Der Ausblick gleicht einem Blick in die Glaskugel. Vor wenigen Tagen standen die Zeichen noch auf einer leichten Konjunkturerholung, Nach dem Ausbruch des Irankriegs muss man aber davon ausgehen, dass die Inflationsrate wieder nach oben gehen wird. Das würde sich auch auf die Konsumlaune auswirken“, meint der Spartenobmann. "Man muss abwarten, ob das zarte Konjunkturpflänzchen das Jahr 2026 unbeschadet überstehen wird“, so Schwarzbeck.

Bilddownload:
Foto 1: Lebensmittelhandel © Robert Kneschke - stock.adobe.com
Foto 2: Spartenobmann Alexander Schwarzbeck © WKS/wildbild