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Lage im Handel ist angespannt

Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Umsätze des Salzburger Handels gegenüber dem Vorjahr nominell. Preisbereinigt bleibt ein Minus von 0,6%.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 21.08.2026

Der Handel, zu dem neben dem Einzel- und dem Großhandel auch die Kfz-Wirtschaft gehört, hat in Salzburg von Jänner bis Juni des heurigen Jahres einen Nettoumsatz von rund 16,7 Mrd. € erwirtschaftet. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) im Auftrag der Sparte Handel hervor.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 sind die Umsätze nominell um 2,3% oder 520 Mill. € nach oben gegangen. „Weil aber zugleich die Preise im Handel um 2,9% gestiegen sind, ergibt sich ein reales Umsatzminus von 0,6%“, sagt iföw-Chef Peter Voithofer. „Die Handelskonjunktur ist nicht dort, wo wir sie uns wünschen würden“, resümiert Alexander Schwarzbeck, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Salzburg. 2026 sei für den heimischen Handel ein herausforderndes Jahr. „Viele Betriebe leiden darunter, dass die Einnahmen nicht mit den steigenden Kosten Schritt halten können. Hingegen wirken die moderaten Preissteigerungen im Einzelhandel und vor allem in der Kfz-Wirtschaft weiterhin inflationsdämpfend. Hier betrug die Teuerung im ersten Halbjahr 2% bzw. 1,2%“, so Schwarzbeck.

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© WKS/wildbild Alexander Schwarzbeck

Einzelhandel hinkt im EU-Vergleich hinterher

Der Salzburger Einzelhandel verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 ein nominelles Wachstum von 1,7%, österreichweit betrug das Umsatzplus 1,9%. Damit landet der heimische Einzelhandel im EU-Ranking lediglich auf Rang 25. „Das heißt, Österreich weist mittlerweile unter allen 27 EU-Mitgliedstaaten die drittschwächste Entwicklung der Einzelhandelskonjunktur auf“, erklärt Wirtschaftsforscher Voithofer.

In Salzburg war die Entwicklung in den verschiedenen Einzelhandelsbranchen höchst unterschiedlich: Während die Umsätze der Buch- und Zeitschriftenhändler nominell um 5,7% zulegten, mussten der Elektro- und der Möbelhandel sowie der Handel mit Heimwerkerbedarf ein Minus von 3,3% hinnehmen. Über deutliche Zuwächse durften sich auch die Sport- und Spielwarenhändler (+5,1%) sowie die Blumenhändler (+4,6%) freuen. Der Lebensmitteleinzelhandel erzielte ein leichtes Umsatzplus von 1,2%.

Im Salzburger Großhandel blieb vom nominellen Wachstum von 1,9% inflationsbereinigt ein Minus von 1,5% übrig.  Die Kfz-Wirtschaft bilanzierte hingegen positiv: Hier gingen dir Umsätze real um 3,5% und nominell sogar um 4,7% auf 6,7 Mrd. € nach oben.

Handel ist wichtiger Arbeitgeber

Trotz des durchwachsenen ersten Halbjahrs 2026 ist der Handel nach wie vor ein wichtiger Arbeitgeber. In Salzburg hat sich die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – aktuell sind es mehr als 45.500 – gegenüber 2025 praktisch nicht verändert (+/- 0,0%). Während die Zahl der Beschäftigten im Großhandel um 0,4% auf knapp 16.000 zurückging, ist sie im Einzelhandel stabil. In der Kfz-Wirtschaft gab es sogar ein leichtes Plus von 1%.

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Foto: Alexander Schwarzbeck © WKS/wildbild