Neutorsperre: Mangelhafte Kommunikation und fehlende Baustellenkoordination
Die schlechte Kommunikation rund um die Neutorsperre und die fehlende Baustellenkoordination führen bereits zu starken Geschäftseinbußen in der Altstadt.
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Bei vielen Menschen hat sich der Eindruck verfestigt, die Altstadt sei nicht mehr erreichbar oder sollte gemieden werden. Tatsächlich ist die Regelung jedoch eindeutig: Die Altstadt bleibt weiterhin erreichbar. Verboten ist lediglich das Durchfahren zwischen Staatsbrücke und Kreisverkehr beim Rot-Kreuz-Parkplatz. Wer ein Ziel in der Innenstadt hat, darf dieses selbstverständlich weiterhin anfahren.
Besonders bedenklich ist, dass die Verunsicherung offenbar nicht nur die Bevölkerung betrifft. Der Wirtschaftskammer wurden Fälle geschildert, in denen selbst bei Verkehrskontrollen unrichtige Informationen durch die Polizei über die geltenden Regelungen vermittelt wurden.
„Die Regelung ist klar: Die Altstadt bleibt erreichbar, da Ziel- und Quellverkehr vom Fahrverbot ausgenommen sind. Verboten ist ausschließlich das Durchfahren“, stellt WKS-Bezirksstellenobmann Harald Preuner klar.
Baustellenkoordination – Fehlanzeige!
Zusätzlich werde die Situation durch zahlreiche parallellaufende Baustellen im Stadtgebiet verschärft. Für die Wirtschaft sei wenig nachvollziehbar, warum ausgerechnet während einer der größten Verkehrseingriffe der vergangenen Jahrzehnte weitere Baustellen und Einschränkungen zeitgleich umgesetzt werden.
„Die Baustellenkoordination hat in dieser Situation gänzlich versagt. Bei einem Jahrhundertprojekt wie der Erweiterung der Festspielgebäude und der baustellenbedingten Sperre des Neutors muss jede weitere Baustelle doppelt und dreifach auf ihre Erforderlichkeit in diesem Zeitraum überprüft werden“, fordert Preuner.
Die Wirtschaftskammer verlangt daher ein umgehendes Handeln der Stadtpolitik:
- Erstens braucht es eine klare und unmissverständliche Kommunikationsoffensive. Die Botschaft muss lauten: Die Altstadt ist erreichbar. Die Betriebe sind geöffnet. Kundinnen und Kunden sind willkommen.
- Zweitens fordert die Wirtschaftskammer eine sofortige Überprüfung sämtlicher laufender Baustellen und Verkehrseinschränkungen. Nicht zwingend notwendige Maßnahmen müssen verschoben, Bauabläufe beschleunigt und Fahrspuren dort freigegeben werden, wo dies möglich ist.
„Jeder Tag der Verunsicherung kostet unsere Betriebe Kunden und Umsatz. Die Stadt ist jetzt gefordert, alles zu unternehmen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und die Erreichbarkeit der Innenstadt sicherzustellen. Die Altstadt darf nicht zum Kollateralschaden mangelnder Kommunikation und fehlender Baustellenkoordination werden“, betont Preuner. „Alle Anreize, die gesetzt werden, um die Kaufkraft in der Stadt zu halten – wie beispielsweise günstigeres Parken – werden von uns selbstverständlich begrüßt", so der WKS-Bezirksstellenobmann abschließend.