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© Palfinger

Palfinger hält trotz Gegenwind an Wachstumszielen fest

Der Gewinn der Palfinger AG ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Nun soll ein Effizienzprogramm die Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 28.07.2026

Die in Bergheim ansässige Palfinger AG erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres einen Umsatz von knapp 1,66 Mrd. €. Das bedeutet ein Plus von 2,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025. Das operative Ergebnis (EBIT) sank hingegen um 7% auf 84,1 Mill. €, beim Konzernergebnis gab es einen Rückgang von 4,2% auf 48 Mill. €. „Hier zeigen sich ganz klar die Auswirkungen des Iran-Kriegs, der die Nachfrage in den USA gedrückt und auch die Märkte in Asien getroffen hat“, erklärt Finanzvorstand Felix Strohbichler. „Der Iran-Krieg und die US-Zölle sorgen für Unsicherheit und verzögern Investitionsentscheidungen in wichtigen Märkten“, betont auch Vorstandsvorsitzender Andreas Klauser. Nach einem guten ersten Quartal sei es vor allem in den Regionen Nordamerika, Mittlerer Osten und Asien-Pazifik zu einer Eintrübung des Marktumfelds gekommen.

25 Mill. € werden eingespart

Das Management hat mit einem Effizienzprogramm auf diese Entwicklung reagiert. Schwerpunkte sind die Vereinfachung von Strukturen, die Optimierung des globalen Produktions- und Beschaffungsnetzwerks sowie Produktivitätssteigerungen durch Automatisierung und den verstärkten Einsatz von künstlicher Intelligenz. „Standorte oder Mitarbeiter sind aber keinesfalls betroffen“, streicht Klauser hervor. Durch das Programm sollen 25 Mill. € an Strukturkosten eingespart werden.  

Andreas Klauser
© Palfinger/ConExpo 2026 CEO Andreas Klauser will in der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2026 den Gewinnrückgang der vergangenen Monate wettmachen.

Palfinger konnte in den vergangenen Monaten mehrere Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Mill. € an Land ziehen. Klauser ist auch für die nächsten Monate zuversichtlich, im Gesamtjahr 2026 sollen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis die Vorjahreszahlen übertroffen werden.  

Von den in der Strategie 2030+ festgelegten langfristigen finanziellen Ziele rückt man bei Palfinger trotz der schwierigen Rahmenbedingungen nicht ab. „Wir planen für 2030 einen Umsatz von über 3 Mrd. €, eine EBIT-Marge von 12% sowie einen Return on Capital Employed (ROCE) von 15%. Außerdem wollen wir weltweit die Nummer eins im Geschäftsfeld Kran- und Hebelösungen bleiben“, sagt Klauser. Aufgrund der schwächelnden Kernmärkte USA und Deutschland müsse man allerdings die für 2027 gesteckten Finanzziele verschieben.