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Heinz Konrad und Franz Schellhorm
© RVS

RVS-Neujahrsempfang mit mahnenden Worten

Generaldirektor Heinz Konrad und Ehrengast Franz Schellhorn von der Denkfabrik Agenda Austria forderten beim traditionellen Neujahrsempfang des Raiffeisenverbandes Salzburg von der Politik rasche Reformen. 

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 09.01.2026

Etwa 1.300 Vertreter von Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Kultur und Sport nahmen am 28. Neujahrsempfang des Raiffeisenverbandes Salzburg (RVS) teil, der in der Felsenreitschule über die Bühne ging. Generaldirektor Heinz Konrad ließ dabei nicht nur das erfolgreiche Geschäftsjahr 2025 Revue passieren. Er ging auch auf die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen ein und trat für rasche Reformen ein.   

Es sei hoch an der Zeit, die wirtschaftspolitischen Weichen neu zu stellen, betonte Konrad: "Unsere Betriebe brauchen eine spürbare Entlastung, um die Wettbewerbsfähigkeit halten zu können.“ 2026 müsse das Jahr der wirkungsvollen Reformen werden. "Wenn wir unseren Wohlstand und die soziale Sicherheit auf gewohntem Niveau beibehalten wollen, müssen wir die Voraussetzungen dafür schaffen – und zwar jetzt und nicht erst irgendwann.“ 

Substanzielle Entlastung

Reformbedarf ortet der RVS-Chef etwa beim Lohnsteuersystem, das er als leistungsfeindlich kritisierte. "Arbeit und Leistung müssen sich wieder lohnen. Dazu bedarf es einer substanziellen Entlastung des Mittelstandes“, betonte Konrad. Die hohe Teilzeitquote in Österreich sei eine Fehlentwicklung, die es nicht nur aufgrund der Altersvorsorge zu korrigieren gelte: "Damit wir in Österreich wieder nach vorne kommen, werden wir mehr arbeiten müssen und nicht weniger.“ 

Kritische Worte fand auch der Ökonom Franz Schellhorn. "Die aktuelle Bundesregierung hat auf alle Probleme nur eine Antwort: noch höhere Staatsausgaben, noch höhere Schulden und noch höhere Steuern. Was wir brauchen, ist das genaue Gegenteil davon“, meinte der Direktor des Thinktanks Agenda Austria. Die Staatsausgaben müssten schrittweise auf 45% der Wirtschaftsleistung sinken, betonte Schellhorn: "Nur so ist das Land wieder dauerhaft auf Wachstumskurs zu bringen.“

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