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© SkillsAustria/Wieser

Salzburger Duo kämpft um WM-Gold

Von 22. bis 27. September finden in Shanghai/China die 48. Berufsweltmeisterschaften „WorldSkills 2026“ statt. Unter den 47 österreichischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind mit Julia Gschwandtner und Bernhard Moser auch zwei Salzburger.

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Aktualisiert am 11.02.2026

Es werden die größten World-Skills aller Zeiten: Mit einer halben Million Quadratmeter Wettbewerbsfläche wird die WM in Shanghai alle bislang geltenden Rekorde brechen. Über 1.500 Teilnehmende aus aller Welt werden sich im National Exhibition and Convention Center (NECC), einem bedeutsamen Wahrzeichen der Millionenmetropole, um den Weltmeistertitel matchen. Am Start sind nur die Besten der Besten. Wer das aus Österreich ist, steht seit kurzem fest: Im Zuge des ersten Teamseminars in Linz wurde das Nationalteam der Berufe offiziell präsentiert. 47 junge Fachkräfte aus allen neun Bundesländern werden Österreich bei den WorldSkills 2026 in Shanghai vertreten. In 41 Berufen – davon 35 Einzel- und sechs Teamdisziplinen – tritt Österreich bei der größten Berufsweltmeisterschaft der Geschichte an.

Große Vorfreude auf Wettbewerb

Aus Salzburg sind die Floristin Julia Gschwandtner von Das Blumenatelier in Obertrum und Land- und Baumaschinentechniker Bernhard Moser von der Liebherr Österreich Vertriebs- und Service GmbH in Puch dabei. „Ich freue mich schon riesig auf die Weltmeisterschaften“, sagt Moser, der bereits der fünfte Teilnehmer von Liebherr an World- bzw. EuroSkills ist. Er deckt in seinem Beruf Land- und Baumaschinentechniker einen sehr breiten Fahrzeugbereich – vom Radlader bis zum Traktor – ab. „Bei der WM wird es vor allem darauf ankommen, in kürzester Zeit Fehler an einer Maschine zu finden und sie dann wieder zu reparieren bzw. neu einzustellen. Das kann sowohl im hydraulischen als auch im mechanischen oder elektronischen Bereich sein“, erläutert Moser. Besonders motiviert hat ihn das jüngste Teammeeting in Linz. Dort kamen die WM-Teilnehmer mit Sportstars wie Christoph Strasser (Anm.: Rekordhalter beim Race across America) oder Ski-Doppelolympiasiegerin Michaela Dorfmeister zusammen: „Die haben uns erzählt, wie man mit Stress sowie mit Erfolg und auch Niederlagen umgeht. Da konnte ich viel davon mitnehmen."

Auch Gschwandtner war vom ersten Teamtreffen begeistert: „Besonders gefreut hat mich der Austausch mit den anderen österreichischen WM-Teilnehmern. Die sind alle auf Erfolg gepolt und es herrscht ein ganz besonderer Spirit!“ Aktuell absolviert sie gerade ein Spezialtraining bei ihrem WM-Experten in Graz. „Bei den Floristen müssen wir so sieben bis acht verschiedene WM-Werkstücke herstellen – vom klassischen Strauß bis zum Körperschmuck. Besonders gefragt sind dabei Schnelligkeit und Genauigkeit.“

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© SkillsAustria/Wieser WM-Teilnehmer beim jüngsten Teambuilding in Linz.

„Im Team Austria stehen junge Fachkräfte aus ganz Österreich – aus allen Bundesländern. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen und Ausbildungswegen, doch sie verbindet eines: die Leidenschaft für das, was sie tun. Diese Leidenschaft ist es, die sie bis hierhergebracht hat – und die sie weitertragen wird. Denn Shanghai ist die größte Bühne, die die WorldSkills je hatten. Dort braucht es nicht nur Können, sondern auch Ausdauer und innere Überzeugung. Genau das bringt jeder Einzelne in diesem Nationalteam mit“, erklärt SkillsAustria-Präsident Josef Herk.

Österreich mit Top-Bilanz

Österreich wurde weltweit mehrmals beste Nation (Amsterdam 1991, Lyon 1995, St. Gallen 1997, Montreal 1999) oder erreichte einen Platz unter den Top-drei-Nationen (Birmingham 1989, Seoul 2001, St. Gallen 2003). Beste Nation auf EU-Ebene wurde Rot-Weiß-Rot drei Mal (Leipzig 2013, São Paulo 2015, Kazan 2019). Seit 1961 waren insgesamt 689 Teilnehmer für Österreich am Start, die in 649 (Team-)Bewerben 237 Medaillen (90-mal Gold, 69-mal Silber, 78-mal Bronze) sowie 251 „Medallions for Excellence“ erkämpfen konnten.

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