Schlotterer schafft die Wende
Nach Umsatzrückgängen 2023 und 2024 ist die Schlotterer Sonnenschutz Systeme GmbH im Vorjahr wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das Management des Unternehmens ist auch für die nächsten Jahre zuversichtlich und hält an den Ausbauplänen am Standort Adnet fest.
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"2025 war trotz der weiterhin angespannten Marktsituation ein gutes Jahr für uns“, freut sich Peter Gubisch, Geschäftsführer der Schlotterer Sonnenschutz Systeme GmbH. Das Unternehmen, das heuer sein 50-jähriges Bestehen feiert, konnte den Umsatz gegenüber 2024 um 7% auf 112 Mill. € steigern. Man habe, so Gubisch, nicht nur den zweithöchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte, sondern auch solide Erträge erwirtschaftet.
Gestiegen ist auch der Personalstand. "Nachdem m vergangenen Jahr 34 Mitarbeiter eingestellt wurden, soll die Zahl der Mitarbeiter heuer weiter steigen - und zwar von 630 auf 660 “, erklärt Co-Geschäftsführer Wolfgang Neutatz.
Die positive Geschäftsentwicklung ist laut Gubisch hauptsächlich auf Sanierungen von Bestandgebäuden zurückzuführen. Beim Wohnungsneubau, der bis vor kurzem noch geschwächelt habe, zeichne sich ebenfalls eine Trendwende ab: "Die Zahl der Neubaubewilligungen nimmt endlich wieder zu.“
Gubisch geht deshalb von einer steigenden Nachfrage nach außenliegendem Sonnenschutz und von weiteren Umsatzzuwächsen in den nächsten Jahren aus: "Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung wird außenliegender Sonnenschutz eingesetzt werden müssen, um die sommerliche Überhitzung zu verhindern bzw. um Energie für Kühlsysteme einzusparen.“
Schlotterer werde voraussichtlich in fünf Jahren an die Grenzen der Produktionskapazitäten stoßen. "Wir halten deshalb am geplanten Werk 3 in Adnet fest“, betont Gubisch. Aufgrund von Einsprüchen habe sich der Baubeginn bereits um drei Jahre verzögert. Der Schlotterer-Chef ist dennoch "vorsichtig optimistisch“. Er hofft, dass das Landesverwaltungsgericht in den nächsten Wochen über die Einsprüche der Landesumweltanwaltschaft und des Naturschutzbundes gegen den Naturschutzbescheid entscheidet. "Dieses Erkenntnis müssen wir abwarten“, betont Gubisch. Sofern alle Genehmigungen vorliegen, könnte der Spatenstich für die Erweiterung diesen Herbst erfolgen. Dann sei die Inbetriebnahme des Werks 2031 denkbar, so Gubisch.