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Seilbahnbetriebe sind Schlüsselbranche für das Land

Nach einer sehr positiven Sommerbilanz – fast 90% der Seilbahnen verzeichneten im Sommer einen Gästezuwachs – blickt die Branche optimistisch in den Winter.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 07.10.2026

Bei der heutigen Fachgruppentagung der Seilbahnen in St. Johann im Pongau zog die Branche eine positive Bilanz über den abgelaufenen Sommer und skizzierte das Umfeld für die kommende Wintersaison. Insgesamt fast 90% der heimischen Sommerbergbahnen verzeichneten in der abgelaufenen Saison ein Gästeplus, laut einer großangelegten Gästebefragung liegt die Kundenzufriedenheit bei 4,3 von maximal 5 erreichbaren Punkten.

In die Wintersaison blickt man trotz schwieriger Rahmenbedingungen dennoch positiv. Denn bereits im vergangenen Winter 2025/2026 konnte man mit 12,8 Millionen Ersteintritten ein Plus von 7,2% verzeichnen. „Natürlich machen uns die Kostensteigerungen bei Personal, Energie sowie beim Bau zu schaffen. Wir gehen aber davon aus, dass unser topmodernes Winterangebot auch heuer von den Gästen entsprechend angenommen wird“, sagte Fachgruppenobmann Erich Egger. Schwierigkeiten bereiten den Betrieben vor allem die langen Genehmigungsverfahren sowie die überbordende Bürokratie. „Die Genehmigungsverfahren etwa für neue Speicherteiche oder neue Anlagen müssen schneller werden. Sonst laufen uns die Kosten davon“, so Egger weiter. Allein die Baukosten für eine Seilbahnanlage hätten sich in den vergangenen 13 Jahren exakt verdoppelt.

Insgesamt lösen die Salzburger Seilbahnen eine Wertschöpfung von 1,9 Mrd. € aus. 27.000 Arbeitsplätze in anderen Branchen werden dadurch gesichert. Selbst beschäftigen die Salzburger Seilbahnen knapp 2.000 Mitarbeiter. Investiert werde in Zukunft vor allem in die Qualität. „Mit moderner Beschneiung ist eine Grundschneedecke innerhalb einer Woche hergestellt“, erläutert Egger. Ein Schwerpunkt im Land liegt aktuell bei der Modernisierung von Speicherteichen. In den knapp 120 Salzburger Speicherteichen wird insgesamt ein Volumen von 7,2 Millionen Kubikmetern Wasser gefasst. Der Mooserboden-Speicher in Kaprun hat im Vergleich ein Fassungsvermögen von 88 Millionen Kubikmetern.