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Austausch beim Jungunternehmertag „Sinn & Tonic“ der Jungen Wirtschaft (v. l.): Christoph Brandstätter (Vizebürgermeister der Stadt Salzburg), Eva Mrazek (Geschäftsführerin der Jungen Wirtschaft Salzburg), Unternehmerin Conny Hörl, Lisa Rieder (Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Salzburg) und WKS-Präsident Peter Buchmüller.
© wildbild/Laurin Christl

„Sinn & Tonic“: Die Zukunft des Wirtschaftens beginnt jetzt

Wie viel Potenzial steckt in KI und Automatisierung? Und wie können Unternehmen den technologischen Wandel nutzen?

Lesedauer: 4 Minuten

Aktualisiert am 09.10.2026

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der Wirtschaft – jetzt geht es darum, sie aktiv mitzugestalten. Genau darum ging es gestern beim Jungunternehmertag „Sinn & Tonic“ der Jungen Wirtschaft Salzburg. Über 300 Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer kamen in die Red Bull Arena, um sich mit künstlicher Intelligenz, Automatisierung und neuen Technologien auseinanderzusetzen – und vor allem mit der Frage, wie daraus konkrete Chancen für die eigene unternehmerische Praxis entstehen.

„Künstliche Intelligenz, Automatisierung oder neue Technologien werden unsere Wirtschaft massiv verändern. Neue Berufe entstehen. Andere werden verschwinden. Entscheidend sind aber immer die Menschen dahinter. Die besten Ideen entstehen nicht durch Algorithmen. Sie entstehen durch Neugier, Kreativität und Unternehmergeist“, betonte WKS-Präsident Peter Buchmüller bei seiner Begrüßung.

Einblicke in die Arbeitswelt von morgen

Bereits am Nachmittag startete das Programm mit Betriebsbesichtigungen. Bei Copa-Data und pixelart erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Unternehmen und deren Arbeitswelten. Alternativ konnten sie bei einem Rundgang die Red Bull Arena näher kennenlernen.

Neben den Fachinhalten blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und Vernetzung.
© wildbild/Laurin Christl Neben den Fachinhalten blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und Vernetzung.

KI als Effizienztreiber

Einen Blick in die Arbeitswelt von morgen ermöglichte die Ausstellung „Meet your next worker – Robotic and Gadgets“. Robotik, smarte Technologien und digitale Anwendungen zeigten, wie sich Prozesse in Unternehmen künftig verändern könnten. Auf der Main Stage rückte die künstliche Intelligenz in den Mittelpunkt. Effizienzmanagerin Helga Boss widmete sich der Frage „Wie interagieren wir mit KI?“ und zeigte auf, welche Bedeutung künstliche Intelligenz bereits heute für Unternehmen hat und wo sich daraus konkrete Wettbewerbsvorteile ergeben können.

Dabei betonte sie: „Der größte Fehler ist es, KI nicht im Unternehmen zu implementieren. Ihr Einsatz kann zahlreiche Arbeitsprozesse erleichtern, Effizienz steigern und neue Potenziale eröffnen. Entscheidend ist jedoch, die Mitarbeitenden entsprechend zu schulen und zu trainieren, damit KI auch wirklich bestmöglich eingesetzt werden kann.“

Neue Arbeitswelten

Auch in den beiden Masterclasses wurde der technologische Wandel aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. In seiner Masterclass „Next Gen Industry“ zeigte Adrian Geislinger, wie sich der klassische Maschinenbau zunehmend in Richtung AI-getriebener Produktionsprozesse entwickelt.

Datenintensive Entscheidungen können bereits heute von KI getroffen werden. Gleichzeitig werden einfache Tätigkeiten, die sich automatisieren und von Robotern übernehmen lassen, zunehmend wegfallen. Der Mensch bleibt jedoch unverzichtbar – insbesondere als Supervisor, der Prozesse überwacht, Entscheidungen einordnet und Verantwortung trägt.


In der Masterclass „AI Use Cases für KMU“ ging Sebastian Tovilo, CEO der Seel Digitalagentur, der Frage nach, wie kleine und mittlere Unternehmen künstliche Intelligenz konkret einsetzen können – etwa um Abläufe zu automatisieren, Zeit zu sparen und Prozesse effizienter zu gestalten.

Mobilität im Wandel

Mit der Unternehmerstory „Shaping Mobility for Generations 2 come“ rückte bei Wilfried Weitgasser, CEO Porsche Austria, die Mobilitätsbranche in den Fokus. Elektrifizierung, künstliche Intelligenz und softwarebasierte Fahrzeuge verändern die Branche grundlegend. „Die Automobilbranche ist derzeit jene Branche, die sich am schnellsten weiterentwickelt und durch KI aktuell noch einmal einen enormen Schub erhält. Gerade beim autonomen Fahren kommt jetzt Bewegung hinein: Die Technologie steht unmittelbar vor der Umsetzung“, erklärte Weitgasser.

Spannende Einblicke in die Welt der Zukunft.
© wildbild/Laurin Christl Spannende Einblicke in die Welt der Zukunft.

„Create the Future“

Den Abschluss des Jungunternehmertags bildete die Main-Keynote von Maximilian Lude. Unter dem Titel „Create the Future – ist das Zukunft oder kann das weg?“ nahm er das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt von KI und smarten Tools. Dabei ging es nicht nur darum, welche Entwicklungen derzeit für Aufmerksamkeit sorgen, sondern vor allem um die Frage, welche Technologien tatsächlich das Potenzial haben, Unternehmen nachhaltig zu verändern. Für junge Unternehmer bedeutet das auch, zwischen kurzfristigen Trends und langfristig relevanten Entwicklungen unterscheiden zu können.

Management-Entscheidungen sind oft geprägt von Ohnmacht und der Sehnsucht nach der einen planbaren Zukunft, während das Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz den Erwartungen vieler noch hinterherhinkt. Eine oft unterschätzte Ressource ist vor allem die Stärke der eigenen Tradition. Unternehmen aus dem Mittelstand sollten Bestehendes als Rohstoff für Neues nutzen.

Mit KI Zukunft gestalten

„Gerade für junge Unternehmer sowie Firmengründer ist es ein enormer Vorteil, neue Technologien und insbesondere KI frühzeitig einzusetzen und damit die Grundlage für ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu schaffen“, resümierte Lisa Rieder, Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Salzburg. Der Jungunternehmertag zeigte damit eindrucksvoll: Die technologische Transformation ist längst in der Wirtschaft angekommen. Entscheidend wird künftig nicht sein, ob Unternehmen KI und neue Technologien nutzen, sondern wie sie daraus Innovation, Effizienz und nachhaltigen Mehrwert schaffen.


Bilddownload: ©wildbild/Laurin Christl

Foto 1: Austausch beim Jungunternehmertag „Sinn & Tonic“ der Jungen Wirtschaft (v. l.): Christoph Brandstätter (Vizebürgermeister der Stadt Salzburg), Eva Mrazek (Geschäftsführerin der Jungen Wirtschaft Salzburg), Unternehmerin Conny Hörl, Lisa Rieder (Landesvorsitzende der Jungen Wirtschaft Salzburg) und WKS-Präsident Peter Buchmüller.

Foto 2: Neben den Fachinhalten blieb ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und Vernetzung.

Foto 3: Spannende Einblicke in die Welt der Zukunft.