Sommersperre wiederholt Fehler aus der Vergangenheit
„Die Sommersperre der Stadt Salzburg ist undurchdacht und wird schwerwiegende Auswirkungen auf Wirtschaft und Tourismus haben“, betonen Tourismus-Spartenobmann Ernst Pühringer und WKS-Bezirksstellenobmann Harald Preuner.
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„Die Wirtschaft war in das Konzept nie eingebunden und es wurde auf eine Reihe wesentlicher Dinge vergessen!“, ärgert sich Tourismus-Spartenobmann Ernst Pühringer. „Die Sperrideen haben schon in der Vergangenheit nicht funktioniert. Hier werden Fehler aus den 1990-Jahren sowie aus 2013 wiederholt und ein fatales Signal weit über die Landesgrenzen hinaus gesendet“, ergänzt Harald Preuner, Obmann der WKS-Bezirksstelle Salzburg-Stadt.
Einer der größten Fehler sei es, die Pongauer, Pinzgauer und Lungauer einfach auszusperren. „Die hat man schlicht vergessen! Das geht so gar nicht und wird heftige Reaktionen nicht nur von Wirtschaftstreibenden aus diesen Bezirken hervorrufen“, so Preuner und Pühringer unisono. Gleiches gelte für Betroffene aus den oberösterreichischen Nachbarbezirken Vöcklabruck und Braunau. „Für Handwerker aus diesen Bezirken wird es sehr kompliziert bzw. ein erheblicher bürokratischer Aufwand, um eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen“, betont Preuner. In diesem Zusammenhang sei es auch ein Unsinn, dass die Sperre rund um die Uhr gelte und etwa keine Zufahrten bald in der Früh möglich seien. Durch die einzelnen Sperrpunkte würde darüber hinaus der Verkehr in andere Stadtteile wie die Riedenburg, Maxglan oder Parsch verlagert.
Wesentliche Nachteile würden sich laut Pühringer auch für den Tourismus ergeben: „Die Information und Kontrollen für Touristen werden nicht funktionieren. Das wird verkehrstechnisch eine riesige Herausforderung.“ Vor allem deshalb, weil die Check-Points an neuralgischen Kreuzungen liegen, wo das Umkehren äußerst schwierig wird.
Er betont, dass man Salzburg in diesem Zusammenhang keinesfalls mit italienischen Städten vergleichen könne: „Die haben eine völlig andere Struktur, verfügen großteils über Ringstraßen und Parkhäuser und sind damit für Sperren viel besser aufgestellt.“ In der Praxis würden Touristen versuchen, mit dem Auto über die gewohnten Einfallsstraßen in die Stadt zu gelangen, müssten dann kompliziert umdrehen und in der Folge etwa den aufwändigen Weg zum Messezentrum antreten. „Das wird sich keiner antun. Die fahren dann wieder. Das wird ein riesiger Imageschaden für den heimischen Tourismus, von dem wir uns lange nicht erholen werden!“, warnt Pühringer.