Wie Betriebe ID-Austria-Anwendungen nützen können
Beim Unternehmertag der ID-Austria in der WKS wurden Anwendungen vorgestellt, die für heimische Betriebe Chancen und Vereinfachungen bieten.
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Mehr als fünf Millionen Österreicherinnen und Österreich nützen bereits die kostenlosen Services von ID Austria. Mit ihren elektronischen Identitätsnachweisen bietet sie aber nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Wirtschaft eine zentrale digitale Infrastruktur. Auf die Anwendungsmöglichkeiten für die heimischen Betriebe will die ID Austria im Zuge der Roadshow durch die Bundesländer hinweisen. „Man kann beispielsweise Kundenprozesse über die ID Austria laufen lassen. Dieses Angebot bieten wir gratis für die Unternehmen an. Das ist eine Win-Win-Situation für den Staat, die Bürger und die Unternehmen“, sagte Staatsekretär Alexander Pröll beim Unternehmertag. Um die Anwenderfreundlichkeit des Services zu erhöhen, kündigte er zudem die Einbindung eines Chatbots an. Außerdem soll eine EU-Wallet entwickelt werden, die es ermöglicht, die Identifikationsservices auch im Ausland zu nutzen.
Sichere Identitätsprüfung
Die staatlich geprüfte Identifikation bietet eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für Betriebe.
- Etwa eine schnellere und vor allem rechtssichere Online-Überprüfung der Identität von Kundinnen und Kunden. Dadurch wird die Sicherheit erhöht und Missbrauch und Betrug unterbunden.
- Vor Ort-Identifikation, beispielsweise in einer Filiale, lässt sich einfach digital über eAusweise durchführen. Das erhöht die Sicherheit und beschleunigt Kundenprozesse.
- Die digitale Identitätsfeststellung erleichtert Kontoeröffnungen, Vertragsabschlüsse oder das Onboarding von Neukunden.
- Eine digitale Verifikation des Alters der Kundin oder des Kunden bietet vor allem in Zusammenhang mit sensiblen Produkten oder Dienstleistungen einen erhöhten Schutz vor Missbrauch.
- Der digitale Check-in bei Hotels, Kongressen oder im Fall von personalisiertem Ticketing verkürzt Wartezeiten und entlastet das Personal.
„Für Betriebe entstehen aus den mehr als 200 Anwendungsmöglichkeiten von ID Austria konkrete Chancen. Weniger Medienbrüche, verlässlichere Online-Prozesse, bessere Planbarkeit und neue digitale Geschäftsmodelle. In Zeiten hoher Kosten und knapper Ressourcen stärken solche Effizienzgewinne die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts“, erklärte WKS-Vizepräsident Manfred Rosenstatter. Österreich zählt bei der digitalen Verwaltung seit Jahren zur europäischen Spitzengruppe. Geht es nach Staatsekretär Pröll will man mit einem ambitionierten Projekt mittelfristig unter die Top 3 vorstoßen. „Durch die Vernetzung der drei österreichischen Datenregister in den kommenden zwei Jahren soll das Once-Only-Prinzip zu 100 Prozent umgesetzt werden. Das reduziert Bürokratie, beschleunigt Verfahren und schafft eine moderne Grundlage für datenbasierte Verwaltung“, verspricht der Staatssekretär.