Zum Inhalt springen
WKS/Probst
© WKS/Probst

WKS-Präsident Peter Buchmüller: Der Arbeitsmarkt braucht gutes Management

Die Rezession hat auf dem heimischen Arbeitsmarkt naturgemäß Spuren hinterlassen. So hat die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren schrittweise zugenommen. Um die Zukunft zu meistern, ist nun gutes Management gefragt.

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Aktualisiert am 17.02.2026

Für jeden Einzelnen ist der unverschuldete Verlust der Arbeit eine teilweise existenzbedrohende Angelegenheit, das soll hier nicht kleingeredet werden. Allerdings erweist sich der Arbeitsmarkt gerade in Salzburg nach wie vor als sehr stabil. Mit einer Jahresarbeitslosenquote 2025 von 4,5% liegt man aktuell noch immer gemeinsam mit Tirol (ebenfalls 4,5%) mit klarem Abstand vor allen anderen Bundesländer und nahe an der Vollbeschäftigung.

In die Unkenrufe der Arbeiterkammer, die dunkle Wolken am Salzburger Arbeitsmarkt zu sehen glaubt, kann ich daher nicht einstimmen. Es stimmt zwar, dass etwa die Zahl der offenen Lehrstellen gesunken ist. Das liegt aber nicht daran, dass die Betriebe keine Lehrlinge ausbilden möchten, sondern daran, dass sie aus demografischen Gründen schlicht und ergreifend keine Lehrlinge bekommen. Ich kann das aus eigener Erfahrung in meinem Betrieb berichten. Wenn man keinen Lehrling mehr hat, dann wird man nicht mehr als Lehrbetrieb geführt. Ich werde mich aber weiterhin darum bemühen, jungen Menschen in meinem Geschäft eine gute Ausbildung anzubieten.

Das Problem liegt in der demografischen Lücke, die sich zusehends auftut. Denn viele jener Babyboomer, die nun in den Ruhestand gehen, sind Fachkräfte mit Lehrausbildung. Der Verlust dieser gut ausgebildeten Menschen kann mit den geburtenschwachen Jahrgängen, die auf den Arbeitsmarkt kommen, nicht kompensiert werden. Deshalb braucht es attraktive Anreize zum Weiterarbeiten in der Pension.

Mit dem zarten Wirtschaftswachstum sollte sich Mitte des Jahres der Trend auf dem Arbeitsmarkt wieder drehen. Das heißt, dass der Mangel an Arbeitskräften wieder drängender werden wird. Dann wird das Arbeitsmarktservice in Salzburg gefordert sein, Arbeitskräfte für die Wirtschaft zu mobilisieren. Spätestens dann wird die neue AMS-Geschäftsführerin, die von der AK favorisiert und von SPÖ-Ministerin und Gewerkschafterin Korinna Schumann einseitig bestellt wurde, beweisen müssen, dass ihr Einsatz nicht nur den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sondern auch den Betrieben in diesem Land gilt.