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WKS-Präsident Buchmüller: WKS-Reformen auf Kurs

Es sind schmerzhafte Einschnitte – auch im Personalbereich –, die sich die Wirtschaftskammer nach den Turbulenzen im vergangenen Jahr verordnet hat.

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Aktualisiert am 29.06.2026

Dazu kommen Reformen, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen. All das soll dazu beitragen, das verloren gegangene Vertrauen unserer Mitglieder wieder zurückzugewinnen. Ich habe noch im November – unmittelbar nach den Vorfällen im Herbst – ein Effizienz- und Sparprogramm für die WKS angestoßen, weil wir die Kritik sehr ernst genommen haben. Wir haben viele Steine umgedreht und uns von einigen Dingen verabschiedet. Bereits im Jänner haben wir die WKS-Bezirksstellen des Zentralraums in der Landeshauptstadt gebündelt, um Synergieeffekte zu nützen und das Service für die Mitglieder im Zentralraum zu verbessern. Das ehemalige Gebäude der Bezirksstelle Tennengau in Hallein wird, nachdem wir die Optionen geprüft haben, verkauft. Eine weitere Nutzung hätte größere Investitionen notwendig gemacht. Wir haben unter anderem auch im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit eingespart. So wird unser publizistisches Flaggschiff, die „Salzburger Wirtschaft“, ab Juli nur mehr einmal im Monat erscheinen. Die Reformen in Salzburg führen dazu, dass wir den Hebesatz für die Kammerumlage 2 sukzessive von 0,24 auf 0,19 Prozentpunkte senken werden. Die WKS übererfüllt damit ihren Beitrag zum Einsparvorhaben der Wirtschaftskammerorganisation in der Höhe von 100 Mill. €. Wir entlasten Salzburgs Betriebe nicht nur einmalig, sondern nachhaltig um mehr als 5 Mill. €. Denn dieser Betrag wird ab 2030 jedes Jahr im Budget der WKS fehlen.

Freilich, für manche werden die Einschnitte nicht weit genug gehen, egal, wie tief diese auch gehen mögen. Ich warne aber ausdrücklich vor einer Demontage der Interessenvertretung für uns Unternehmerinnen und Unternehmer. Denn wir machen nur 7 % der Bevölkerung aus. Obwohl wir viel für die Gesellschaft leisten, werden wir leicht überhört oder auch beschimpft oder zu Melkkühen degradiert, denen man das Geld aus der Tasche ziehen kann. Deshalb braucht es eine starke Interessenvertretung, die Stopp sagt. Jüngstes Beispiel: der Begutachtungsentwurf zur Entgelttransparenzrichtlinie, ein Paradebeispiel für Gold Plating (siehe Seite 6), dem wir so nicht zustimmen können.