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Innovationspreis Salzburg 2026 Gruppenfoto
© Innovation Salzburg

Innovationspreis Salzburg zeichnet vier Zukunftsprojekte aus

Erstmals wurde heuer der Innovationspreis Salzburg vergeben. Der neue Preis wird vom Land Salzburg, von Innovation Salzburg und der Wirtschaftskammer Salzburg ausgelobt und macht zukunftsweisende Entwicklungen aus dem Bundesland sichtbar.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 15.04.2026

Die Auszeichnung ist mit der Nominierung zum Staatspreis Innovation verbunden – der wichtigsten Innovationsauszeichnung Österreichs. Zusätzlich wurden Nominierungen für die Sonderpreise ECONOVIUS (für innovative KMU) und VERENA (für Energie- und Umweltlösungen) vergeben. Die ausgezeichneten Projekte unterstreichen die große Bandbreite der Salzburger Innovationslandschaft.

  • AUGMENTERRA GmbH aus Puch bei Hallein (Nominierung Staatspreis Innovation sowie Nominierung für den Sonderpreis ECONOVIUS):
    Die „Motion Intelligence Platform“ analysiert Satellitendaten und erkennt Bewegungen von Boden und Bauwerken im Millimeterbereich – oft lange bevor Schäden sichtbar werden. So lassen sich Risiken frühzeitig einschätzen und Maßnahmen rechtzeitig setzen, etwa nach Starkregen oder bei erhöhter Lawinen- und Murengefahr entlang von Verkehrswegen. Unternehmen wie ÖBB und ASFINAG nutzen die Technologie bereits, um kritische Infrastruktur zu überwachen und Schäden vorzubeugen.
  • Commend International GmbH aus der Stadt Salzburg (Nominierung Staatspreis Innovation):
    Mit „AI Cleans Voice from Noise“ verbessert Commend die Sprachqualität in Intercom-Systemen – etwa bei Notruf- und Sprechanlagen. Das KI-basierte Audio-Modul nutzt trainierte neuronale Netzwerke, um Hintergrundgeräusche nahezu vollständig herauszufiltern – ein deutlicher Technologiesprung gegenüber bisherigen Lösungen. So bleibt Sprache auch in lauten Umgebungen klar verständlich, etwa in U-Bahn-Stationen, Parkgaragen oder an stark befahrenen Straßen. Einsatzkräfte verstehen schneller, was passiert ist, Missverständnisse werden reduziert und Hilfe kann rascher geleistet werden. Die Technologie steigert damit die Effizienz von Rettungsketten und die öffentliche Sicherheit und wurde in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz entwickelt.
  • UNTHA shredding technology GmbH aus Kuchl (Nominierung Staatspreis Innovation):
    Mit der SR3000 hat UNTHA eine besonders leistungsstarke und zugleich energiesparende Zerkleinerungsmaschine entwickelt. Sie erschließt Anwendungen, die bislang wirtschaftlich kaum umsetzbar waren, etwa das effiziente Zerkleinern von sperrigen Industrieabfällen oder komplexen Materialien für das Recycling. Betriebe können dadurch größere Mengen schneller verarbeiten und gleichzeitig Energie sparen. Ein nachhaltiges Refurbishing-Konzept ergänzt die Technologie: Bestehende Anlagen werden modernisiert und wiederverwendet, statt entsorgt zu werden, und erhalten so ein zweites Leben. Entwicklung und Prototypenbau erfolgten im Technology-Innovation Center am Standort Kuchl. Damit setzt UNTHA neue Maßstäbe für Effizienz und Ressourcenschonung in der Recyclingwirtschaft.
  • meshmakers GmbH aus der Stadt Salzburg (Nominierung für den Sonderpreis VERENA):
    Mit der Plattform „Octomesh“ ermöglicht meshmakers den sicheren Austausch von Energiedaten in Echtzeit – auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Statt isolierter Datensilos verbindet die Lösung Erzeuger, Netzbetreiber und Dienstleister und schafft so die Basis für ein vernetztes Energiesystem. Ein Technologiesprung liegt in der Nutzung sogenannter Gaia-X-konformer Datenräume: Sie ermöglichen einen automatisierten, sicheren und rechtssicheren Datenaustausch bei gleichzeitigem Erhalt der Datensouveränität. So können etwa Energieströme besser gesteuert, Engpässe frühzeitig erkannt und neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickelt werden. Damit leistet meshmakers einen wichtigen Beitrag zur digitalen Energiewende.

Die Verleihung des Innovationspreis Salzburg 2026 fand im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Forschung statt. Eine Keynote von Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), beleuchtete die Rolle von Innovation als entscheidenden Standortfaktor.

„Innovation ist ein zentraler Motor für die Weiterentwicklung unseres Standorts. Sie schafft Arbeitsplätze, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet neue Chancen für Salzburg. Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen eindrucksvoll, wie viel Potenzial hier vorhanden ist“, sagte Landtagsabgeordneter Hans Scharfetter.    

Dass sich diese Innovationskraft direkt in unternehmerischem Erfolg niederschlägt, betont auch Marianne Kusejko, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Salzburg: „Unternehmerischer Erfolg hängt heute mehr denn je von der Fähigkeit ab, flexibel zu reagieren und kreative Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger haben genau dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

Auch für Innovation Salzburg unterstreicht der Preis diese Entwicklung: „Mit dem Innovationspreis Salzburg schaffen wir eine neue Bühne für die Innovationskraft im Bundesland. Die ausgezeichneten Unternehmen zeigen, wie konsequent neue Ideen in marktfähige Lösungen übersetzt werden“, erklärte Walter Haas, Geschäftsführer von Innovation Salzburg

Neue Bühne für Innovation aus Salzburg

Der Innovationspreis Salzburg ergänzt künftig den Salzburger Wirtschaftspreis WIKARUS, der im Zweijahresrhythmus vergeben wird. In den Zwischenjahren sorgt der Innovationspreis für kontinuierliche Sichtbarkeit der Innovationskraft des Standorts. Die Bewertung erfolgt durch eine Fachjury aus Wirtschaft und Wissenschaft anhand von Innovationsgrad, Umsetzungsstärke und Zukunftspotenzial.