Solarpioniere von NET beschäftigen sich jetzt mit Wasserstoff
Seit über 30 Jahren ist die NET Neue Energie Technik GmbH Vorreiter bei der Entwicklung autarker Energieversorgungssysteme. Das in der Stadt Salzburg ansässige Unternehmen hat zahlreiche Spezialprojekte im In- und Ausland verwirklicht.
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"Die NET war immer ganz vorne mit dabei. Das ist manchmal schwierig, aber man knüpft internationale Kontakte und erwirbt viel mehr Know-how als die, die hinterherhinken“, meint Franz Schweighofer. Er hat den Familienbetrieb 1992 gemeinsam mit seiner Frau Elfriede gegründet.
Einer der ersten Aufträge kam aus Indonesien. "Dort haben wir für mehrere Universitäten Windkraftwerke und Speichertechnologien entwickelt“, sagt Schweighofer, der von Anfang an auf erneuerbare Energiequellen setzte. "Wir sind aber keine Monteure von PV-Anlagen, die NET bietet ganzheitliche Systeme an. Das umfasst die Stromerzeugung und -speicherung ebenso wie die Energieverteilung und die Wärmetechnik“, erklärt der Firmenchef. Zum Produktportfolio gehören unter anderem Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen und E-Ladestationen.
Energiemanagement und Batteriespeicher
Ebenfalls zur Verfügung steht ein Gesamtkonzept für Energiegemeinschaften, dessen Herzstück das Energiemanagementsystem ECDS ist. Die von Franz Schweighofer und seinen Söhnen Sebastian und Franz Markus Schweighofer entwickelte Software vernetzt Wohnungen, Gebäude oder ganze Regionen und ermöglicht es, Strom dorthin zu verteilen, wo er gerade benötigt wird. "Das reduziert den Verbrauch und senkt die Stromkosten“, betont Schweighofer.
Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich die NET auch mit Batterietechnik. "Wir bieten ein umfassendes Portfolio an Batteriesystemen an, die alle durch ECDS gesteuert werden – von klassischen Bleibatterien über Blei-Carbon-Technologie bis hin zu modernen Lithium-Eisenphosphat-Batterien“, erläutert Schweighofer.
Sein Unternehmen hat Fabriken in Rumänien, Hotels in Spanien und Schutzhütten in den Alpen weitgehend energieautark gemacht. Vorzeigeprojekte in Salzburg sind etwa das Zeppezauerhaus am Untersberg, der Neubau des Herz-Jesu-Gymnasiums im Stadtteil Liefering oder die Ausstattung von Hale Electronic. "Dieses Unternehmen in der Stadt Salzburg haben wir mit PV-ECDS-Stromtankstellen, Wärmepumpen und Batteriespeichern ausgerüstet“, berichtet Schweighofer.
Die NET hat sich auch mit scheinbar exotischen Themen wie der Wärmespeicherung in Steinen beschäftigt. Das Projekt musste nach dem Tod eines Investors gestoppt werden. "Mittlerweile werden solche Speichersysteme in den USA gebaut“, sagt Schweighofer. Aktuell liege das Hauptaugenmerk auf der Wasserstofftechnologie. „Wir wollen Wasserstoff erzeugen, speichern und mit Hilfe von Brennstoffzellen in Strom und Wärme umwandeln.“
Das Projekt sei schon weit gediehen. "Wir werden bereits nächstes Jahr eine erste kleine Anlage in Betrieb nehmen. Der produzierte Wasserstoff soll nicht nur für die Mobilität verwendet werden, sondern auch Wohnanlagen mit Energie versorgen“, erläutert Schweighofer. "Wasserstoff ist ein Zukunftsthema. Die Kosten für die Herstellung und für die Speicherung müssen allerdings noch deutlich sinken.“