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Gäste der Salzburger Festspiele
© Franz Neumayr

Salzburger Festspiele: Motor für die Wirtschaft

Die Salzburger Festspiele sind seit über 100 Jahren ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor für Salzburg.

Lesedauer: 4 Minuten

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Aktualisiert am 23.07.2026

Das unterstreicht auch die im Sommer 2024 veröffentlichte WKS-Festspielstudie*: Das international renommierte Festival schafft jährlich 250 Mill. € Wertschöpfung in Österreich, davon 199 Mill. € in Salzburg, sichert 2.943 Vollzeitarbeitsplätze in Österreich, davon 2.589 in Salzburg, und generiert rund 96 Mill. € an Steuern und Abgaben.

Auch die Investitionen in das Jahrhundertprojekt „Festspielbezirk 2030“ wirken sich positiv auf die regionale Wirtschaft aus: Die Sanierung und Erweiterung der Infrastruktur lösen in Salzburg eine zusätzliche Brutto-Wertschöpfung von 141 Mill. € aus, österreichweit sind es 243 Mill. €.

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region

Seit ihrer Gründung verbinden die Salzburger Festspiele kulturelle Exzellenz mit wirtschaftlicher Wirkung. Neben den unmittelbar messbaren Effekten entstehen langfristige Impulse für Tourismus, Handel, Dienstleistungen und die internationale Wahrnehmung Salzburgs. Damit sind die Festspiele seit mehr als einem Jahrhundert ein unverzichtbarer Teil der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

Die Festspiele sind für die Salzburger Wirtschaft ein wichtiger Konjunkturmotor. Viele Betriebe – von der Hotellerie über den Handel bis zur Gastronomie – profitieren unmittelbar vom weltweit bedeutendsten Festival für Oper, Konzert und Schauspiel. Die Festspielstudie der Wirtschaftskammer unterstreicht die vielfältigen wirtschaftlichen Auswirkungen, die von den Festspielen ausgehen.

Salzburgs Unternehmen profitieren nicht nur von den Festspielen, sondern tragen auch wesentlich zu deren Erfolg bei – etwa über den 1926 gegründeten Salzburger Tourismusförderungsfonds, aus dem jährlich namhafte Millionenbeträge an die Festspiele fließen. Darüber hinaus setzen die Festspiele auf die Leistungen heimischer Betriebe – vom Druck der Programmhefte über Blumendekorationen bis hin zum Bühnenbau. Diese Partnerschaften stärken die regionale Wirtschaft nachhaltig.

Eine Vision mit nachhaltiger Wirkung

Bereits Festspielgründer Max Reinhardt erkannte die weitreichende Bedeutung der Festspiele. In seiner Denkschrift zur Errichtung eines Festspielhauses in Hellbrunn aus dem Jahr 1917 sprach er nicht nur von künstlerischen Impulsen, sondern auch von den positiven wirtschaftlichen Auswirkungen für Salzburg und weit darüber hinaus.

Heute zeigt sich: Die Salzburger Festspiele sind weit mehr als ein international renommiertes Kulturereignis. Sie schaffen Wertschöpfung, sichern Arbeitsplätze und stärken die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Salzburg.

Der Festspielbezirk bildet seit Jahrzehnten die zentrale Infrastruktur für die Aufführungen und ist zugleich ein wichtiger Bestandteil der Salzburger Kulturlandschaft.

Festspielbezirk 2030: Werte für die Zukunft

Mit dem Projekt „Festspielbezirk 2030“ wird diese Infrastruktur umfassend modernisiert und für die Zukunft weiterentwickelt. Ziel ist es, die Spielfähigkeit der Festspiele langfristig zu sichern und die Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Kulturerlebnis zu schaffen.

Lukas Crepaz
© Franz Neumayr Lukas Crepaz betont: „Auch die heimische Wirtschaft soll vom Jahrhundertprojekt profitieren.“

„Die nun anstehenden Gesamt-Investitionen von ca. 519 Mill. € in die Infrastruktur und Interim Standorte sind zwar ein Kraftakt, aber einer, der langfristige Werte schafft und die Zukunft der Festspiele als Treiber für den Wirtschaftsstandort Salzburg sichert“, betont Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor der Salzburger Festspiele und Bauherrenvertreter.

Crepaz ergänzt: „Auch die heimische Wirtschaft soll vom Projekt profitieren. Beim neuen Festspielzentrum und der Sanierung des Schüttkastens konnten bereits zahlreiche Salzburger Unternehmen beauftragt werden. Für das Gesamtprojekt wird es eine europaweite Ausschreibung geben. Mein Appell an die Salzburger Wirtschaft ist es, Kooperationen einzugehen und die eigenen Kompetenzen einzubringen.“

Neben den messbaren wirtschaftlichen Effekten sind die Salzburger Festspiele auch ein wichtiges Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort Salzburg. „Die Festspielzeit ist jene Zeit, in der neue Geschäftsbeziehungen angebahnt sowie Exportmärkte erschlossen und Unternehmenskooperationen gefestigt werden“, unterstreicht Buchmüller.

„Damit wird ein wirtschaftlicher Motor in Schwung gehalten, der den Menschen in unserem Land – wie von den Gründungsvätern erhofft – nicht nur kulturelle Höhepunkte, sondern auch zusätzlichen Wohlstand bringt“, resümiert der WKS-Präsident.

Fakten & Daten: Salzburger Festspiele 2026

45 Tage lang stehen 171 Aufführungen an 19 Spielstätten auf dem Programm – mit international beachteten Opernproduktionen, hochkarätigen Konzerten und dem traditionellen Schauspiel. Rund 600 akkreditierte Journalistinnen und Journalisten berichten weltweit über die Salzburger Festspiele und sorgen damit für einen unbezahlbaren Imagegewinn für Salzburg.

Rund 225.000 Karten werden aufgelegt. Insgesamt werden an die 260.000 Besucherinnen und Besucher in den sechs Festspielwochen erwartet. Das Gesamtbudget der Salzburger Festspiele beträgt 77,27 Mill. €, rund 45% davon sollen durch Kartenerlöse erwirtschaftet werden.


* Festspielstudie der Wirtschaftskammer Salzburg: Die Grundlagen für die Berechnungen der im Sommer 2024 präsentierten WKS-Wertschöpfungsanalyse der Salzburger Festspiele bildeten die Ausgaben der Besucher, der laufende Betrieb der Salzburger Festspiele sowie ein aliquoter Investitionsanteil.