Seewald steigt in das Kosmetikgeschäft ein
Mit einem neuen Standbein will der in der Stadt Salzburg ansässige Spezialist für Nahrungsergänzungsmittel Seewald Ortho den Erfolgslauf der vergangenen Jahre prolongieren.
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Nach eineinhalb Jahren Entwicklung bringt Seewald Ortho fünf neue Produktlinien auf den Markt. Die insgesamt rund 30 Biokosmetikprodukte werden ab Mitte Mai über den Seewald-Webshop und über Apotheken vertrieben. "Im Mikronährstoffbereich kümmern wir uns um die Pflege der Zellen von innen. Dazu kommt jetzt die Pflege von außen über das größte Organ des Menschen, die Haut“, erklärt Geschäftsführerin Michelle Eckerstorfer. "Die neuen Produkte sind dermatologisch getestet und damit auch für empfindliche Haut geeignet. 95% der pflanzlichen Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischem Anbau.“
Bei der Entwicklung und Produktion arbeitet Seewald mit dem Europakloster Gut Aich in St. Gilgen zusammen. "Wir sind bereits seit 2012 Kooperationspartner. Für die Kosmetikschiene haben wir eine GmbH gegründet und eine gemeinsame Produktion aufgebaut“, berichtet Eckerstorfer. "Uns war es wichtig, die gesamte Wertschöpfung von der Idee bis zum fertigen Produkt in der eigenen Hand zu haben.“
Die fünf Produktlinien seien auf die Lebensphasen der Frau abgestimmt: "Wir haben zum Beispiel Pflegekosmetik für die aktive Frau ab 30 oder für Frauen in den Wechseljahren.“ Mittelfristig soll es auch Kosmetika für Männer sowie für unter 30-jährige Frauen und Mädchen geben. "Die Marktdaten zeigen, dass Jugendliche viel mehr Wert auf Hautpflegeprodukte legen als früher“, meint Eckerstorfer.
Umsatz wächst zweistellig
Die Geschäftsführerin ist davon überzeugt, dass sich Biokosmetik zu einem Kerngeschäft von Seewald Ortho entwickeln wird: "In fünf Jahren wollen wir damit bis zu 20% des Umsatzes erwirtschaften.“ Das Unternehmen hat zuletzt rund 20 Mill. € umgesetzt und ist in den vergangenen Jahren jeweils im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Daran wird sich laut Eckerstorfer nichts ändern: "In unserer Agenda 2030 gehen wir auch für die nächsten Jahre von Umsatzsteigerungen in dieser Größenordnung aus.
Das Unternehmen sei in der glücklichen Lage, selbst große Investitionen aus eigener Kraft zu stemmen. "Wir sind gerade dabei, unser Lager massiv aufzustocken, um globalen Rohstoffengpässen vorzubeugen. Dafür brauchen wir keine Bankkredite“, so Eckerstorfer.