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Bläuliches Foto von horizontalen Stromspulen, auf denen rundliche Spiralen montiert sind. In der Bildmitte sind rote und blaue Striche.
© Aki Wang | stock.adobe.com
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Energiemarkt-Update für Installateur:innen

Aktuelle Entwicklungen auf dem Energiemarkt: Energiepreise steigen im Oktober 2026 weiter

Lesedauer: 1 Minute

22.10.2026
Das Energiemarkt-Update des Energieinstituts der Wirtschaft gibt einen Überblick zu Preisen, Trends und Entwicklungen auf den heimischen und internationalen Energiemärkten.

Energiepreis-Indizes

Die Energiepreisindizes der Österreichischen Energieagentur zeigen im Oktober einen weiteren deutlichen Anstieg. Der Gaspreisindex steigt gegenüber September um 27,0 Prozent auf 77,83 €/MWh und liegt damit 125,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Erstmals seit Jänner 2023 wird damit wieder die Marke von 70 €/MWh überschritten.

Auch beim Strompreisindex setzt sich der Aufwärtstrend fort. Mit 191,08 €/MWh liegt er 29,8 Prozent über dem Vormonat und 92,2 Prozent über dem Wert vom Oktober 2025.

Langfristig bleibt das Preisniveau deutlich erhöht: Gegenüber 2019 liegt der Gaspreisindex um mehr als 250 Prozent, der Strompreisindex um rund 86 Prozent höher.

Gaspreise bleiben auf hohem Niveau

Die europäische Gaspreisentwicklung wird weiterhin wesentlich von der geopolitischen Lage im Nahen Osten bestimmt. Insbesondere die anhaltenden Spannungen rund um den Iran sowie Risiken für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus sorgen für hohe Unsicherheit an den Energiemärkten.

Der österreichische CEGH-Day-Ahead-Gaspreis stieg im September gegenüber August um rund 22 Prozent auf durchschnittlich 77,37 €/MWh. Auch die Terminmärkte verzeichneten deutliche Preissteigerungen, was auf anhaltende Unsicherheiten hinsichtlich der internationalen Gasversorgung hindeutet.

Für österreichische Industriekunden bleibt das Preisniveau im europäischen Vergleich weiterhin überdurchschnittlich hoch.

Gasspeicher füllen sich weiterhin langsam

Die Gasspeicher in Europa werden weiterhin deutlich langsamer befüllt als in den vergangenen Jahren. Ende September lag der Füllstand der europäischen Speicher bei rund 71,5 Prozent und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt.

In Österreich erhöhte sich der Speicherstand im September lediglich von 67,02 auf 68,47 TWh. Damit sind aktuell 68,28 Prozent des Arbeitsvolumens beziehungsweise rund 87,6 Prozent des jährlichen Inlandsbedarfs eingelagert.

Die vergleichsweise niedrigen Speicherstände erhöhen die Sensibilität des Marktes gegenüber möglichen Versorgungsunterbrechungen oder einer erhöhten Nachfrage während der Heizsaison.

Ölpreis wieder über 100 US-Dollar

Auch der Ölmarkt reagiert auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen. Der Brent-Preis stieg im September um rund 15,8 Prozent und lag Anfang Oktober wieder bei rund 103 US-Dollar pro Barrel.

Marktteilnehmer beobachten insbesondere die Entwicklungen im Nahen Osten sowie mögliche Auswirkungen auf wichtige internationale Transportwege.

Ausblick auf Herbst und Winter

Für Herbst und Winter ist derzeit nicht mit einer raschen Entspannung an den Energiemärkten zu rechnen. Die weitere Entwicklung hängt insbesondere von der geopolitischen Lage, der Stabilität internationaler Lieferketten, den LNG-Lieferungen sowie dem Wetterverlauf in den kommenden Monaten ab.

Vor dem Hintergrund der vergleichsweise niedrigen Speicherstände und der anhaltenden Unsicherheiten bleiben weitere Preissteigerungen bei Gas, Strom und Öl nicht ausgeschlossen.

Download "Energiemarkt-Update" –Oktober 2026