Energiemarkt-Update für Installateur:innen
Aktuelle Entwicklungen auf dem Energiemarkt: Energiepreise steigen im September weiter
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Energiepreis-Indizes
Die Energiepreisindizes der Österreichischen Energieagentur zeigen im September eine deutliche Verteuerung. Der Gaspreisindex steigt gegenüber August um 16,6 Prozent auf 61,29 €/MWh und liegt damit 71,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Beim Strompreisindex fällt der Anstieg mit 26,02 Prozent noch stärker aus: Mit 147,17 €/MWh liegt er um 68,12 Prozent über September 2025.
Auch langfristig zeigt sich ein deutlich höheres Preisniveau: Gegenüber 2019 liegt der Gaspreisindex um 251,8 Prozent und der Strompreisindex um 86,4 Prozent höher. Österreich liegt bei den Stromkosten für energieintensive Industriekunden zudem kontinuierlich über dem EU-Durchschnitt und im europäischen Vergleich auf einem hohen Preisniveau.
Gaspreise steigen deutlich
Der europäische Gasmarkt steht weiterhin unter dem Einfluss der geopolitischen Lage im Nahen Osten. Der europäische Referenzpreis TTF lag Anfang September bei 73,67 €/MWh. Auch verlängerte Wartungsarbeiten in Norwegen und beeinträchtigte LNG-Lieferungen sorgen für zusätzlichen Preisdruck.
Für österreichische Industriekunden bleibt das Preisniveau hoch. Im zweiten Halbjahr 2025 lagen die Gaspreise für Industriekunden in Österreich über dem EU-Durchschnitt und damit deutlich über dem Niveau wichtiger internationaler Vergleichsmärkte.
Gasspeicher weiterhin auf niedrigem Niveau
Die europäischen Gasspeicher werden langsamer befüllt als in den vergangenen Jahren. Ende August waren die Speicher in der EU zu rund 65,4 Prozent gefüllt.
In Österreich stieg der Speicherstand im August von 60,76 auf 67,02 TWh. Damit waren Anfang September 66,84 Prozent des österreichischen Arbeitsvolumens eingelagert, entsprechend rund 85,71 Prozent des jährlichen Inlandsbedarfs.
Ölpreis unter starkem Aufwärtsdruck
Auch der Ölmarkt reagiert auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Anfang September lag der Brent-Preis bei rund 96 US-Dollar pro Barrel. Sorgen über mögliche Beeinträchtigungen von Transportwegen und Energieinfrastruktur setzen den Ölpreis zusätzlich unter Druck.
Ausblick auf Herbst und Winter
Für Herbst und Winter ist derzeit nicht mit einer raschen Entspannung bei den Energiepreisen zu rechnen. Die weitere Entwicklung hängt insbesondere von der geopolitischen Lage, wichtigen Transportwegen, LNG-Lieferungen und dem Wetter ab.